Neustart 2017

Eigentlich will ich auf den Blog nicht verzichten, aber mir fehlt die Zeit, das so durchzuziehen, wie ich mir das eigentlich vorstelle….Konsequenz daraus: weniger ist mehr – und zwar nicht die Häufigkeit der Beträge, sondern der Aufwand.
Ich nutze die Möglichkeiten die mir WordPress bietet und was sich nur über Plugins lösen lässt bleibt weg, es sei denn der Aufwand ist minimal.

Mal sehen was daraus wird… 😉

Unsere Reise durch den Südwesten der USA

So, wir sind zurück und zwar schwer beeindruckt! 6000 Fotos und fast 10 Stunden Videomaterial sind die beste Vorsorge gegen langweilige Winterabende…

Einen ausführlichen Bericht wird es hier nicht geben, nur eine „kommentierte Stichpunktliste“ (so will ich das erstmal nennen) + ein paar Bilder.

Flug mit Condor von Frankfurt nach Las Vegas (in der Premium Economy Class – die deutlich größere Beinfreiheit ist allein schon den Aufpreis wert). Fast 12 Stunden im Flieger sind trotzdem Streß!

Die ersten beiden Nächte wohnten wir im Stratosphere Tower and Hotel, etwas ab vom Schuß, aber bei rechtzeitiger Buchung sehr preiswert und ordentlich. Der für Hotelgäste kostenlose Blick vom Tower war eher enttäuschend, wie gesagt, zu weit abseits vom belebten Teil des Strips.

Las Vegas selbst, ja, sollte man gesehen haben, insbesondere bei Nacht. Unbedingt gesehen haben muss man eine der „großen“ Shows. Wir hatten uns für „Ka“ vom Cirque du Soleil entschieden und waren schlicht überwältigt. Anders kann man es nicht sagen. Hier noch ein Link zu einer TV-Sendung über die gewaltige, rundum bewegliche Showbühne.

Dann übernahmen wir unseren kleinen aber feinen Camper von der Firma Jucy, für alle die keinen großen Comfort brauchen aber etwas flexibler als mit einem großen Womo unterwegs sein wollen, eine klare Empfehlung.

Erstes Ziel: der Valley of Fire State Park, vor einigen Jahren noch ein Geheimtipp, jetzt allseits gut bekannt und besucht. Sehr schön, auch der Campground.

Snow Canyon State Park, auch sehenswert, der Campingplatz bietet zwar auch ordentliche Sanitäreinrichtungen, allerdings gibts auf dem Platz nur sehr wenig Privatsphäre.

Zion National Park: empfehlenswert, nur eben nicht am Wochenende(wie wir), nicht nur das wir keinen Campingplatz bekamen, auch der dringend notwendige Parkplatz war bereits um 9:30 voll belegt. So blieb uns nur die Durchfahrt, die aber allein schon ein Highlight ist. Ausweichziel nach einem ziemlichen Gewaltritt: der Nordrand des Grand Canyon:Toll. Die Unterkunft auf dem DeMotte Campground war auch ok, allerdings nur Trockentoilette und saukalt, kein Wunder in knapp 3000m Höhe.

Kodachrom Basin State Park: ein absolutes Highlight! Landschaft, Campingplatz und die netten Rangerinnen sorgen für Bestnoten.

Bryce Canyon National Park: ebenfalls ein absolutes Muß, aber sehr gut besucht. Höhepunkte hier: Die Aussicht vom Bryce Point am Nachmittag und die Tour auf dem „Queens Garden Trail“ im Abendlicht.

Capitol Reef: eindrucksvoller Park, Camping auf dem Sunglow Campground bei Bicknell, herrlich einsam in wunderschönem Felskessel.

Goblin Valley: Riesiges Feld mit putzigen Steingnomen, ein absolutes Muß!

Dead Horse State Park, Canyonlands und Castle Valley: Der „Islands in the Sky“ District des Canyonlands Nationalparks bietet tolle Einblicke in die tiefen Schluchten, die der Colorado River hier über Jahrmillionen in die Felsen geschnitten hat. Castle Valley und die beeindruckenden Fishertowers entdeckten wir zufällig auf unserer Suche nach einem Campingplatz in und um Moab. Auf dem Lower Onion Creek Campground fanden wir dann schließlich einen herrlichen Stellplatz.

Arches National Park: Felsbögen ohne Ende, einer beeindruckender als der andere, aber sehr viele Menschen. Die angedachte Wanderung zum Delicate Arch, dem Wahrzeichen Utahs, fiel leider der Hitze zum Opfer, der Ausblick vom zugehörigen Aussichtspunkt musste genügen.

Mesa Verde: wesentlich größer und höher als erwartet, eindrucksvolle Kurzwanderung zum Spruce Tree House, einer alten Indianersiedlung in einer Felsenhöhle.

Durango und Silverton: 2 Nächte auf dem komfortablen, aber direkt am Highway gelegenen KOA-Campground in Durango. Ausflug auf dem San Juan Skyway nach Silverton, auf dem Weg in 3000 m Höhe kamen wir plötzlich in den Herbst, knallgelbe Espenwälder begrüßten uns. In Silverton bestaunten wir die Züge der historischen „Durango Silverton Railway“ Eisenbahn und die leicht kitschige Westernstadt.

Canyon de Chelly: Eindrucksvoller Canyon mit historischen Felswohnungen und tollen Felsen mitten im Navajoland

Natural Bridges: 3 Felsbögen zu denen man unbedingt hinunterwandern sollte, von oben sind sie nur wenig beeindruckend. Schöner Campingplatz, allerdings nur Trockentoiletten.

Monument Valley: Über den spannend zu befahrenden Moki Dugway gelangten wir ins Tal und steuerten das Monument Valley, einen weiteren Höhepunkt der Reise an, auf dem „The View“ Campground logierten wir mit 1A-Ausblick.

Grand Canyon Süd. Mit viel Glück ergatterten wir kurzfristig zwei Nächte auf dem Mather Campground. Perfekt! Größtes Erlebniss hier der Besuch einer Herde majestätischer Rothirsche direkt am Stellplatz. Die Ausblicke in den Canyon und die darüber kreisenden Kondore sind natürlich ebenfalls beeindruckend. Die vielen Menschen aber eher abschreckend.

Joshua Tree: spontaner Schlenker nach Kalifornien, sehr sehenswerter Park mit vielen tollen Campingmöglichkeiten, für uns blieb leider nur der abgelegene aber trotzdem malerisch schöne Cottonwood Campground.

Death Valley: angeblich der heißeste und trockenste Fleck auf der Erdoberfläche, als wir ankamen hieß es nach heftigen Regenfällen „Land unter“,  die Straßen waren teilweise von Geröll verschüttet. Da deshalb die Campingplätze im Tal ausfielen blieb nur der Panamint Springs Campground am anderen Ende des Parks übrig, den wir ziemlich fertig nach langer aufregender Fahrt auf übel zugerichteten Straßen erst nach Einbruch der Dunkelheit im strömenden Regen erreichten. Am nächsten Morgen waren die Hauptstraßen weitgehend geräumt, aber die Zufahrten zu allen Highlights des Parks blieben für einige Tage gesperrt. Ein Ranger erzählte uns, das letzte Mal habe er so etwas vor 15 Jahren erlebt… Diesen Abstecher hätten wir uns wohl sparen können.

Vor den Toren von Las Vegas liegt Lake Mead, einstmals eine stolzer Stausee, dessen Wasserstand aber durch ausbleibende Niederschläge in den letzten Jahren massiv gefallen ist. Der Boulder Beach Campingplatz bot uns trotzdem einen netten Stellplatz, auch wenn die Uferlinie mittlerweile fast einen Kilometer entfernt liegt.

Der Lake Mohave ist im Prinzip ein Seitenarm des Lake Mead, hier verbrachten wir unsere letzte Nacht im Camper auf dem einsamen Cottonwood Grove Campingplatz und genossen am Nachmittag das auf der anderen Seite des Sees in Arizona niedergehende schwere Gewitter.

Die letzte Nacht verbrachten wir wieder in Las Vegas im einfacheren Silver Sevens Hotel and Casino, noch etwas weiter abseits gelegen als das Stratosphere, aber letztlich auch ganz nett. Zum Abschluss gönnten wir uns eine weiter Show vom Cirque du Soleil, dieses Mal „Mystere„. Ebenfalls ein Hochgenuss!

Der Rückflug, wiederum mit Condor,  bot für uns keine Besonderheiten, ich konnte 5 Stunden ordentlich durchschlafen, was den Flug recht erträglich machte.