Meine neue Zweitkamera: Canon Powershot SX230 HS

Manche (Frauen) haben einen Schuh-Tick, ich habe eben einen Kamera-Tick…

Ich bin ständig auf der Suche nach der perfekten Kamera. Im Prinzip bin ich ja mit meiner digitalen Spiegelreflex, einer Canon EOS 450D ziemlich zufrieden, an die fehlende Live-Vorschau und das starre Display hab ich mich gewöhnt, es lohnt sich für mich wohl eher nicht, deshalb auf die neue 600D umzusteigen.
Denn das größte Manko einer Spiegelreflexkamera bleibt, sie ist zu groß und zu schwer, um sie immer und überall dabeizuhaben.

Verschiedene Versuche mit kleinen Knipsen von Fuji, Konica und zu letzt vor allem Casio waren alle recht vielversprechend, der richtig große Wurf war dennoch nicht darunter, denn was ich verlange ist schon ziemlich viel, klein soll sie sein und trotzdem viele Einstellmöglichkeiten bieten.

Zumindest was die Größe betrifft, sind Casios Miniknipsen schon optimal, anderrseits enteickeln sie immer wieder eine gewisse unerqünschte Eigenintelligenz, gerade was die farbliche Gestaltung der Bilder betrifft. Leider sind die Ergebnisse dann mangels fehlender Raw-Daten nur sehr schwer bis überhaupt nicht zu korrigieren.

Dann entdeckte ich Canons S95 bzw. S100, die gefielen mir ganz gut, sprengen aber doch mein Budget für eine Zweitkamera.
Aber bei der Beschäftigung mit Canons Poershot-Reihe stieß ich auf eine interssante Entwicklung, ein paar geniale Tüftler haben für die meisten Canon-Kompaktkameras eine Firmwareerweiterung, namens CHDK (Canon Hack Development Kit) gebastelt, die auf der Speicherkarte der Kamera läuft und einige nützliche und noch viel mehr interssante Funktionen nachrüstet, ohne dabei direkt ins Betriebssystem der Kamera einzugreifen und damit etwaige Garantieansprüche zunichte zu machen.

Bei Amazon Warehouse Deals entdeckte ich nun dieser Tage , die SX230 HS als wirkliches Schnäppchen und schlug zu, gestern wurde sie geliefert und seitdem weiß ich, dass ich bis zum Urlaub im Februar beschäftigt sein werde.

a – die originalen Funktionen der Kamera zu beherrschen und

b – mein sofort aufgespieltes CHDK so einzurichten, dass es mir hilft. Im Moment verwirren die sich überlagernden Anzeigen von Kamera und  CHDK mich eher. Aber ich weiß, man kann die Anzeigen so anpassen, dass man sich zurechtfindet.

Ich bin da guten Mutes, denn es gibt reichlich Anleitungen und außerdem sogar ein tolles deutsches CHDK-Forum.

Und wenn mich das Ergebniss dann doch nicht überzeugt, kann ich die Kamera ja immernoch bei Amazon zurückgeben…, im Moment sieht es aber eher nicht danach aus.

Gegebenenfalls werde ich an dieser Stelle über den weiteren Fortgang meiner Experimente berichten.

 

Gelesen: David Mitchell: “Number 9 Dream”

Glaube nie dem Covertext eines Buches! Besagter Text auf dem Hardcover der deutschen Ausgabe – offensichtlich zitiert aus dem “Guardian”- behauptet, das Buch sei “eine wahnsinnige Mischung aus Thriller, Tragödie, Fantasy und Videospiel….”. Mir, als sozusagen David Mitchell “Fan”, klang dieses Zitat, das sich so oder abgewandelt, auch in diversen Kritiken zum Buch findet, überhaupt nicht nach dem David Mitchell den ich mit dem “Wolkenatlas”(ich habe schreckliche Angst vor der V E R filmung) kennen- und spätestens mit “Chaos” und dem “Dreizehnten Monat” auf höchste schätzen gelernt habe.
Aber offensichtlich hat der Guardian-Rezensent nur an ein paar zufälligen Stellen in das Buch hineingelesen um sich ein Bild zu machen, oder ich habe ein anderes Buch als er gelesen….

Videospiele kommen (am Rande) im Buch tatsächlich vor und die modernen Fabeln im Mittelteil, könnte man mit viel Phantasie auch der Rubrik “Fantasy” zuordnen, Thriller und Tragödie kann man gelten lassen, ja und “Wahnsinnig” gut ist das Buch wirklich. Also die einzelnen Worte haben schon ihre Berechtigung, der daraus gebildete Satz hat mit dem Buch, dass ich gelesen habe, nichts zu tun.

Im Buch geht es um Eiji Miyake, einen jungen Mann aus Japans Provinz, der kurz vor seinem zwanzigsten Geburtstag nach Tokio kommt um seinen Vater zu finden. Bevor er aber auch nur in die Nähe seines Vaters gelangt, macht er viele unerwartete Bekanntschaften und Entdeckungen, darunter (natürlich) auch die eine oder andere verzichtbare.

Irgendwann wird ihm bewusst, dass die Suche nach seinem Vater auch eine Suche nach dem Sinn seines Lebens ist.

Immer wieder tauchen im Text und insbesondere in Eijis Träumen Anspielungen auf John Lennons Titel “# 9 Dream” auf. Gut – ich hätte das nicht gemerkt, da ich nicht so ein großartiger John Lennon bzw. Beatleskenner bin, aber ich hab’s gelesen und bin dadurch darauf gestoßen ;-) In einer Rezension stand gar, dass, wenn man die zugehörige Musik nicht kennt, man mit dem Buch nichts anfangen könnte…, na gut. Mir hat’s trotzdem ausnehmend gut gefallen, so gut, dass ich erst einmal kein anderes Buch lesen werde um noch ein wenig in den Erinnerungen an dieses Buch zu schwelgen…. ;-) .
Andererseits sagt John Lennon im Buch” …ist #9 Dream mit Norwegian Wood verwandt…” “Norwegian Wood” heißt eine Liebesgeschichte von Haruki Murakmi (dt. “Naokos Lächeln”) und mit dem wird Mitchell, durchaus nicht zu unrecht, in vielerlei Hinsicht verglichen.

Auch wenn es hier stellenweise nun fast so klingt als sei das Buch ein langweiligesr Selbstfindungsroman – der ist es definitiv nicht! Es ist ein Kracher, den man eigentlich nicht aus der Hand legen will, es aber dann doch ab und an tut, und zwar aus Angst, zu schnell am Ende angekommen zu sein.

Und wenn man dann irgendwann doch dort ankommt – so richtig zufrieden ist man wahrscheinlich nicht…. Aber Zufriedenheit wird überbewertet – zumindest in der Literatur, schließlich besteht das Buch aus 9(!) Teilen, wobei David Mitchell nur für die Teile 1-8 direkt verantwortlich ist…;-)

Zur musikalischen Abrundung hier noch zwei Links zu youtube:

einmal John Lennons “#9 Dream” und zum Anderen “Norwegian Wood” von den Beetles

IAA 2012 in Frankfurt

Was macht man, wenn die Tochter davon träumt, einmal eine Automesse zu besuchen und für das Wochenende, an dem “zufällig” in Frankfurt die Internationale Automobilausstellung stattfindet, ohnehin nur Mistwetter angesagt ist und außerdem innerhalb der nächsten 18 Monate die Entscheidung für ein neues Auto zu treffen ist? Man fährt ziemlich spontan mal hin….

Ich hätte nicht gedacht, dass ich (allerdings unter Missachtung aller Regeln zum spritsparenden Fahren) in dreieinhalb Stunden von Dresden nach Frankfurt fahren kann. Aber wenn die Autobahn frei ist und alle anderen Bedingungen stimmen, geht das tatsächlich.

In Frankfurt folgten wir dann einfach der Beschilderung bzw. den Hinweisen der Polizei und fanden uns im Nu auf einer großen, zum Parkplatz umfunktionierten Wiese, am Rande der Messe wieder. Von hier brachte uns ein Shuttlebus in wenigen Minuten zum Eingang der Messe.

Im Inneren verliefen sich die Menschenmassen vom Eingang dann doch (ersteinmal).

Wir begannen unseren Rundgang in Halle 3, wo wir am Stand von Renault gleich ein paar d e r Hingucker schlechthin entdeckten und bewunderten.

Links der Renault Captur, rechts der Frendzy

Hier sei vielleicht gleich erst einmal eingefügt, dass es weniger die technischen, als die ästhetischen Highlights waren, die uns in erster Linie interessierten.

Zwar dreht sich auf der Messe vieles um neue Antriebstechnologien, solange diese zwar in aller Munde, aber vom praktischen Masseneinsatz noch so weit entfernt sind wie heute, sind diese für mich bestenfalls am Rande interessant.

Wenngleich für meinen Geldbeutel ebenfalls uninteressant, optisch aber durchaus attraktive Fahrzeuge, sahen wir gleich in der Nähe  am Stand von Infinity.

Bei Volkswagen wurde es laut, bunt und voll, echte Highlights waren für mich nicht zu sehen. Bei Porsche gab es einen Boxter mit E-Antrieb zu bestaunen – der Widerspruch schlechthin.

Am Stand von Lamborghini wurde es dann schon schwerer zu den Fahrzeugen durchzudringen, was sich dann an der Audi-Halle fortsetzte, die wir daraufhin aus dem Plan nahmen. Im Gebäude von Mercedes Benz war es auch unglaublich voll, wenn man sich einmal zur Rolltreppe durchgekämpft hatte, wurde es aber luftiger, da sich die Menschen dann auf dem Weg nach unten doch ziemlich verteilten. Obwohl  diese Marke keinesfalls zu meinen Favoriten zählt, muss ich sagen, die Präsentation war spitzenmäßig und das neue A-Klasse Concept-Car ein echter Hingucker. Sollte man tatsächlich die Absicht haben, die A-Klasse neu zu erfinden, quasi weg vom fahrbaren Dixi-Klo, könnte es durchaus sein, dass meine Abneigung dagegen sich in wohlwollende Begeisterung wandelt.

rechts zu sehen: das neue A-Klasse Konzept

rechts zu sehen: das neue A-Klasse Konzept

Unser Versuch in Halle 5 und 6 Fahrzeuge zu sehen, scheiterte dann an den schier unglaublichen Menschenmassen, die sich hier -entgegen unserer Laufrichtung- bewegten oder aufhielten.

In Halle 8 fanden wir dann das eindeutig hässlichste Fahrzeug auf der Messe: den Citroen Tubik. Immerhin hebt sich dieses Fahrzeug wohltuend von der großen Masse der anderen ausgestellten Fahrzeuge ab und wahrscheinlich sollte man Citroen zum “Mut zur Hässlichkeit” gratulieren und in diesem Zusammenhang daran erinnern, wie Renault seinerzeit bei der Einführung seines später so beliebten Twingo verlacht und verspottet wurde.

Der Citroen Tubik

Anschließend sahen wir uns noch bei Peugeot, Opel (von wo uns Piertro Lombardis “Gesang” vertrieb), Volvo, Ford und Chevrolet, sowie in der Halle von BMW (mit Mini und Rolls Royce) um, konnten hier jedoch nichts mehr entdecken, was uns mehr als ein müdes Achselzucken entlockt hätte. Das kann aber zugegebener Maßen auch an unserer Müdigkeit und Reizüberflutung gelegen haben. Dennoch, zumindest bei BMW hätte ich, ähnlich wie bei Mercedes Benz, doch etwas mehr “Pep” erwartet. So war die Präsentation, genau wie die die Marke  - stinklangweilig.

Gegen 15:30 hatten wir dann genug und ließen uns vom Bus zu unserem Auto chauffieren  und fuhren dann nach kurzem, aber dringend notwendigem Tankstopp in unser Hotel nach Karben, wo wir uns ersteinmal ausruhten.

Am Abend fuhren wir dann noch mal in die City, um uns im Kino “Colombiana” anzusehen.

 

 

Google Plus (oder Google +), erste Eindrücke

Gestern habe ich es dank einer  freundlichen Einladung endlich geschafft mich bei Google plus – dem neuen sozialen Netzwerk und damit direkten Facebook – Konkurrenten von Google anzumelden.
Da sich Google plus noch im Teststadium befindet, ist die Anzahl derer, die sich anmelden dürfen, wie damals bei Googlemail begrenzt. Derzeit funktioniert die Anmeldung über die Einladung eines bestehenden Mitglieds jedoch ziemlich reibungslos.Einzige Einschränkung: Es gibt eine Altersschwelle – ich nehme mal an bei 18 Jahren, als sich nämlich meine 17-jährige Tochter anmelden wollte, wurde sie, mit Hinweis auf die Altersbeschränkung, abgelehnt bzw. auf später vertröstet.Wahrscheinlich weiß man bei Google sehr genau, wer den Dienst zukünftig wie heftig nutzen wird. Wenn erst mal die versammelte Jugend darauf losgelassen wird, ist mit dem gemütlichen Teil des Tests vorbei.
Die ziemlich geniale Video-Chat-Funktion namens “Hangout” wird vermutlich rasch zu einer dramatischen Vergrößerung der Serverlast führen.
Rein optisch sind die Unterschiede zu Facebook nicht gerade gravierend zu nennen. Der für mich größte und entscheidendste Unterschied liegt in der Organisation der Kontakte, die in der Googlevariante meinen Vorstellungen wesentlich mehr entgegenkommt.
Es mag sein, dass es auch bei Facebook irgendwie möglich ist zu steuern, wer was zu sehen bekommt, und vor allem wer nicht. Bei Google geht das auf alle Fälle wesentlich einfacher und logischer. Hier organisiert man seine Bekanntschaften in sogenannten Kreisen und kann darüber die Zugriffsrechte sehr genau festlegen.
Während es bei Facebook auch darum zu gehen scheint, möglichst viele Leute direkt zu vernetzen, deckt sich die Zusammenfassung von Bekanntschaften in verschiedenen (Lebens-)kreisen, mit denen man unterschiedliche Interessen teilt, doch eher mit der Realität.
Voraussetzung für einen Google+-Account ist (natürlich) eine Googlemail-(bzw.gmail-Adresse). Außerdem hat man sich bei Pseudonymen bzw. Nicknamen ein wenig eng. Es wird angestrebt, nur Realnamen als Google-Plus Nutzernamen zuzulassen. Ob sich das, insbesondere im Hinblick auf die Konkurrenz, konsequent durchhalten lässt, darauf darf man gespannt sein.
Wenn es unter den Lesern dieses Beitrags Interessenten für Google+ gibt, die mangels Zugang aber keine Gelegenheit zum Testen haben, bin ich gern bereit, Einladungen auszusprechen. Im Gegenzug würde ich mich über einen netten Kommentar und/oder eine “1+” bei Google sehr freuen.
Die aktuelle c’t (Heft 16/11) hat “Googles Facebook” übrigens zum Titelthema gemacht und einen Teil des, wie üblich, sehr fundierten Textes kann man auch online lesen, hier .

Spieltrieb: Fliplife und Farmerama

Einmal im Jahr, in der dunklen Jahreszeit, “opfere” ich gern mal ein paar Stunden für Computerspiele. Während des restlichen Jahres sind Computerspiele für mich tabu, nicht weil ich generell kein Intersse hätte, nein, diese Beschäftigung fällt einfach dem Zeitmangel zum Opfer.

Erster Kandidat diesen Winter: Fliplife , ein Online-Browser-Spiel beim dem man sich im Prinzip ein zweites Leben, online diesmal, aufbauen kann. Die Gestaltung des Spiels ist minimalistisch, was den Vorteil hat, dass man es auch mit diversen Einschränkungen, auf diversen Smartphones, sogar auf dem iPhone, wo Flash bekanntlich keine Chance hat, spielen kann.
Zu Spielbeginn legt man sich einen Namen und einen Avatar zu, die Gestaltungsmöglichkeiten für letzteren gefallen mir ausnehmend gut. Dann tritt man einem Unternehmen bei, erledigt dort Aufträge, und arbeitet sich somit Schritt für Schritt nach oben. Zur Auswahl stehen Laufbahnen als Wissenschaftler – dafür habe ich mich entschiedenen-, bei der Presse, im medizinischen Bereich und in der Gastronomie. Ein Wechsel des Unternehmens ist ab einem gewissen Level möglich.

Um einen Job, den man sich aus einem Angebot, welches mit erreichtem Level wächst, aussuchen kann, zu erledigen, braucht man Energie, diese bekommt man automatisch – z.Zt. aller 12 Minuten einen Punkt, unabhängig davon ob man eingeloggt ist oder nicht.
Die Jobs unterscheiden sich in der Menge der aufzuwendenden Energie, der Bezahlung in Cash, der Anzahl der errreichbaren Erfahrungspunkte (XP), die Anzahl der erforderlichen Mitarbeiter, der dafür verfügbaren Zeit(meist zwischen 1- 5 Tagen) und der Anzahl des erreichbaren Bonus-Cash. Um diesen Cash zu erreichen, müssen alle beteiligten Mitarbeiter das Projekt erfolgreich abschließen. Erfahrungsgemäß hat man allerdings bei automatisch zugeorneten Mitspielern bei fast jedem Auftrag eine “taube Nuß” dabei, die den Auftrag nicht schafft und ihren Mitspielern den Bonus versaut.

Als Spieler hat man eine Grund-Energiekapazität von 20, dass heißt, daß man sich mindestens aller 4 Stunden einloggen muss um keine Zeit zu verschenken, bei größeren, zeitkritischen Aufträgen ist das dann durchaus auch nötig. Seine Energiekapazität kann man durch sportliche Aktivitäten erhöhen. Für jedes gewonnene Spiel im Fußball oder Tennis bzw. für jeden erfolgreich überstandenen Boxkampf gibt es u.a. 1-3 zusätzliche Energiekapazitäten. Bei gewonnenen Mehrspielerturnieren durchaus auch mehr. Diese Mehrspielerturniere sind allerding relativ schwer vollzubekommen.

Außer Sport gibt es noch diverse Partys als Freizeitaktivitäten. Bis zum letzten Update waren diese Partys äußerst beliebt, da man damit sehr rasch, sehr viele Erfahrungspunkte sammeln konnte – schneller als mit “ehrlicher Arbeit”.

Bei allen Aktivitäten kann man über ein kleines Fenster mit seinen Kollegen/Mitspielern chatten. Diese Möglichkeit wird, insbesondere beim Sport, auch ganz gut und gerne genutzt. Sehr geeignet um seine Mitspieler ein klein wenig kennenzulernen. Für vertraulichere Mitteilungen gibt es auch noch ein, von mir nicht benutztes, Mailsystem.

Freunde gewinnt man bei Fliplife automatisch dadurch, dass man eine bestimmte Menge an Aktivität gemeinsam verbringt. Aussuchen kann man sich seine Freunde als hier nur sehr eingeschränkt. Es sei denn man spielt das Spiel ohnehin mit seinen Bekannten aus der Realität. Von Freunden profitiert man insofern, als dass man einen bestimmten Anteil von Punkten, die der freund erspielt, sozusagen als Freundschaftsbonus, erhält.

Im Spiel gibt es 2 verschiedene Währungen, einmal den Cash, den man mit seinen Jobs verdient und den man für verschiedene Dinge, wie Bekleidung, Frisuren bis zu einfachen Wohngebäuden ausgeben kann. Zum anderen gibt es noch die Luxuswährung “Credits”. Für jedes erspielte Level gibt es einen Credit und für Credits kann man die modischeren Klamotten und die größeren Häuser kaufen. In erster Linie dienen die Credits dazu, das Spiel zu finanzieren, denn wer größere Mengen davon braucht, kommt nicht umhin, Credits für echte Euro zu kaufen. Wer das Spiel ernsthaft betreiben möchte, wird wohl früher oder später das Scheckbuch zücken. Ich habs nicht getan.

Bei Fliplife handelt es sich um eine Beta-Version, d.h. es wird eifrig daran gearbeitet. Fast jede Woche erscheint ein Update und möglicherweise ist danach vieles nicht mehr so, wie man es gewohnt war. Solange man kein echtes Geld für genau diese Spielidee ausgegeben hat ist das gut und ok, aber einige Mitspieler waren nach dem letzten Update, das war das, bei dem die Partys “entwertet” wurden, richtig sauer.

Insgesamt finde ich das Spiel ganz nett, einen guten Monat lang vermochte es mich auch echt zu fesseln, aber irgendwie fehlt mir die Langzeitmotivation, da man im Prinzip immer wieder die gleichen Schritte wiederholt und sonst nicht viel passiert.

Ab und zu werde ich schon noch vorbeischauen – um mir anzusehen wohin die Reise geht, aber eigentlich ist das Spiel für mich “abgespielt”.

Gestern nun habe ich mich bei Farmerama angemeldet, ebenfalls ein Online Browsergame.

Auffälligster Unterschied: die oppulente, liebevolle grafische Umsetzung.
Nein, damit ist das Spiel zumindest auf dem iPhone nicht spielbar.
Man fängt mit seinem kleinen Buernhof an und ein nettes Tutorial führt einen durch die ersten Level.

Je höher das Level, desto mehr verschieden Pflanzen und Tiere hat man zur Verfügung. Der Jungbauer erhält automatisch jeden Tag ein paar Aufträge, die er abarbeiten kann, alternativ kann man seine Produkte auf dem Markt verkaufen.

Auch bei Farmerama gibt es eine Zweitwährung, die hier Tulpgulden heißt, im Gegensatz zu den im Spiel erwirtschafteten Moospennys. (Irgendwie erinnern mich die zwei parallelen Währungen an die DDR ;-) ). Auch hier kann man mit Tulpgulden wesentlich mehr anstellen, als mit Moospenny, außerdem gibts die Luxuswährung hier auschließlich gegen Echtgeld. Naja, am Anfang hat man 25 TG im Startpaket, aber wenn man nicht aufpasst sind die im Nu suboptimal angelegt, und wenn man erst danach erfährt dass, die sich nicht irgendwann von selbst auffüllen, ärgert man sich natürlich etwas…

Auch in diesem Spiel existiert ein Buddy-System. Man kann Freunde einladen, ihnen Geschenke machen und per internem Mailsystem  kommunizieren. Eine Chatfunktion fehlt, wird aber zumindest in den unteren Leveln auch nicht benötigt, da eine direkte Zusammenarbeit mit anderen Spielern hier nicht vorgesehen ist.

Meine Farm

Die Gewinnung von Freunden erfolgt hier nicht im Spiel selbst, hier werden Freundschaftsanfragen in diversen offiziellen und inoffiziellen Foren gestellt und man lädt sich dann bei Bedarf seine Freunde ein. Alternativ kann man auch Freunden und Bekannten aus dem “Real Life” eine Einladungsmail schicken, sich doch dem tollen Spiel anzuschließen.

Mich fesselt dieses Spiel im Moment -viel zu- sehr, ich hoffe, ich schaffe es, in den nächsten Tagen wieder etwas Normalität (Sprich nicht mehr als 20-30Minuten Zeitaufwand pro Tag) einkehren zu lassen. In den ersten 24 Stunden habe ich mich immerhin bis fast ins 9. Level hochgespielt.

Urlaubslektüre 2010 – Ein Rundumschlag

Beginnen wir mit den Reinfällen: Nelson DeMille hat mich mit “Das Vermächtnis” so sehr gelangweilt, dass ich nach knapp 200 Seiten das Handtuch geworfen habe. Im langatmigen und – weiligen Stil einer Familiensaga wird versucht eine Geschichte zu erzählen, die – zumindest auf den ersten 200 Seiten- ungefähr so spannend ist wie der Wetterbericht während einer stabilen Hochdrucklage.

Noch als Reminiszenz  an unseren letztjährigen Urlaub in Afrika hatte ich einen vermeintlich spannenden Krimi, der am Kap spielt, eingepackt: Caryl Férey: “Zulu”. Auch dieses Buch vermochte es nicht, mich ausreichend zu fesseln. Die Story war zwar durchaus nicht unspannend, die Erzählweise aber so gar nicht mein Ding.

Als nächstes hab ich dann Sebastian Fitzeks “Augensammler” in Angriff genommen und schnell bis zum Ende durchgelesen: Ein Buch, nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet, ebensowenig allerdings für Literaturgenießer. Trotz der absolut spannenden Story hinterlässt das Buch wegen seines schwachen Schreibstils, der sich nach ambitioniertem Hobbyautor liest, einen recht zwiespältigen Eindruck. Vielleicht hätten die zahlreichen im schier endlosen Dank-Abspann Genannten doch mal ihre ehrliche Meinung sagen sollen….

Dennoch war mein Urlaub in literarischer Hinsicht kein Reinfall. Denn, ich habe Jacques Berndorf für mich entdeckt. Ich wusste, dass er ein deutscher Krimi-Autor ist. Dann fiel mir im Zuge meiner Urlaubsvorbereitung seine “Gebrauchsanweisung für die Eifel” auf, die mich so begeisterte, dass wir eine Urlaubswoche tatsächlich, sozusagen auf Berndorfs Spuren, in der Eifel verbrachten. Auf den relativ langen Fahrten während des gesamten Urlaubs hörten wir “Eifel-Kreuz”, “Eifel-Rallye”, “Eifel-Liebe”(leider eine Art szenische Lesung mit verschiedenen Sprechern und nicht vom Autor persönlich gelesen) und Eifel-Schnee.

Ergänzend las ich noch “Eifel-Blues” und “Ein guter Mann”. Letzteres ist ein Geheimdienst-Roman, der so spannend, gut durchdacht und recherchiert internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht.
Hauptperson in den “Eifel-…”Krimis ist Siggi Baumeister, ein Journalist, der in der Eifel lebt und auch sonst einige Parallelen zum Autor aufweist.
Es macht ungemeine Freude, die spannenden Geschichten mitzuverfolgen und mitzurätseln, am besten gefallen mir aber bei Berndorf die herrlichen, natürlichen Personenbeschreibungen.
Aus jedem seiner Bücher spricht eine große Verbundenheit – um nicht zu sagen Liebe- des Autors zu seiner (Wahl-)Heimat, die ich jetzt absolut nachvollziehen kann.

Zur Zeit lese ich übrigens “Eifel-Gold”. Zwar gibt es noch eine ganze Menge mehr Bücher von Berndorf, dennoch sollte ich langsam anfangen, mir diese ein wenig einzuteilen und nicht alle hintereinander weg zu lesen……