Gelesen: Frank Schätzing: “Limit”

Wie  anderweitig schon angedeutet war ich dank einer Sportverletzung in den letzten Wochen ziemlich gehbehindert. Was macht man, wenn man kaum laufen kann? Na man hat endlich mal Zeit für ein gutes Buch! Da kam mir die Neuerscheinung des Schätzing-Thrillers gerade recht. Gut 1300  – Seiten, da sollte der Lesstoff nicht so schnell ausgehen.

Wie man es von Frank Schätzing gewohnt ist, lässt er sich nicht nur eine interssante und spannende Geschichte einfallen, er würzt sie mit zahlreichen ausgesprochen gut recherchierten populärwissenschaftlichen Beigaben. Man will sich ja nicht nur unterhalten lassen, sondern wenn es geht noch etwas dabei lernen. Das erleichtert allerdings das zügige Durchlesen des Wälzers nicht unbedingt, was viele Schätzing zum Vorwurf machen – ich liebe diese Art von Büchern.
Gut, es vergehen so ca. 300 Seiten bis man sich warmgelesen  und die wichtigsten handelnden Personen verinnerlicht hat aber was sind bei so einem Schmöker 300 Seiten?

Zu Handlung: der visionäre Industrielle Julian Orley hat das Energieproblem gelöst, indem er auf dem Mond Helium-3 abbaut, dieses auf genial einfache und preiswerte Weise zur Erde transportiert und hier in seinen eigens dafür konstruierten Generatoren in Elektroenergie umwandelt. Er wird dadurch steinreich, die allmächtige Ölindustrie bricht schlagartig zusammen.
Und da er einmal auf dem Mond aktiv ist, was läge näher als hier ein Hotel zu errichten und auch am Weltraumtourismus zu verdienen. Zur Hoteleröffnung lädt er einige schwerreiche – und damit als potentielle Investoren in Frage kommende- Wirtschaftsbosse sowie Prominente zu einem kostenlosen Mondtrip ein.

Nun -und irgendjemand missgönnt ihm seinen Erfolg….

Mehr soll hier nicht verraten werden, vielleicht noch, dass die Handlung im Jahr 2025 spielt, womit klar ist, dass es sich wirklich nur um Fiktion handelt, denn derartige technische Fortschritte wie im Buch beschrieben finden im wirklichen Leben gewiss nicht innerhalb von 15 Jahren statt.

Mir hat die Lektüre des Buches ungeheuer viel Freude bereitet, daran ändert auch die schlechte Satzqualität des Buches nichts. Immerwieder tauchen inmitten eines Satzes völlig unmotivierte Absätze auf – offensichtlich Überbleibsel aus  Seitenumbrüchen einer Vorversion. Wahrscheinlich musste das Buch schnell und rechtzeitig vor der Buchmesse und vor Dan Browns “Lost Symbol” in die Läden kommen. Aber das ist wirklich mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch.

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