Schottland 2012

So, hier sind sie nun also, die Bilder von unserem Urlaub in Schottland. Es sind ein paar mehr geworden als ursprünglich geplant.
Dafür habe ich jetzt eine Gallerie-Lösung gefunden, die meinen Idealvorstellungen schon ziemlich nahe kommt.
Man kann und sollte als Benutzer die Bildtitel ein- bzw. ausblenden, auf Vollbild schalten (sieht richtig gut aus) und man kann das Tempo auswählen.
Ein Blick in den Menüpunkt Hilfe schadet keinesfalls, dort sieht man auch, wie man auf die zugehörige Flickr-Seite gelangt, von wo aus man dann auch Zugriff auf die zugehörigen Geo-Daten hat.

Und hier gibts noch eine Variante mit Karte

Stippvisite im Schwarzwald

[singlepic id=944 w=320 h=240 float=right]Da das Wetter in unserer letzten Urlaubswoche zu Hause unerträglich zu werden drohte, entschlossen wir uns spontan zu einem Kurztrip in den Schwarzwald, da, wenn überhaupt, im äußersten Südwesten Deutschlands etwas Sonne zu erwarten war.

Als Quartier hatten wir das Hotel „Zur Krone“ in Langenschiltach gewählt, da es ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bot und tatsächlich nahezu perfekt gewesen wäre, gäbe es da nicht in unmittelbarer Nachbarschaft die Kirche, die aller 15 Minuten, mehr oder weniger unüberhörbar, auf ihre Existenz hinweisen muss.

Nun kann man in zweieinhalb Tagen natürlich nur einen winzigen Bruchteil eines so großen Gebietes erkunden und wenn man dann noch einen Abstecher nach Frankreich macht, bleibt noch weniger Zeit.

Ich werde deshalb die wesentlichen Stationen unserer Reise hier einfach chronologisch aufführen und kommentieren.

[singlepic id=945 w=320 h=240 float=left]Tribach Dieses Städtchen wirbt mit Deutschlands höchstem Wasserfall, den wir natürlich besichtigten. Ja, ganz nett.
Der eigentliche Knüller sind allerdings die unzähligen Kuckucksuhren – Verkaufsausstellungen im und um den Ort. Beginnend bei etwa 100 Euro für eine relativ einfache Ausführung bis in den mittleren vierstelligen Bereich kann man hier in echte Schwarzwälder Kuckucksuhren investieren. Wer weniger ausgeben will kann das natürlich auch, die Uhren haben dann aber Plastikgehäuse und/oder Quarzuhrwerke und werden vermutlich in China produziert.
Auch wenn man nicht vorhat sich zukünftig stündlich vom Kuckuck an die Zeit erinnern zu lassen, so ist ein Besuch dieser Läden trotzdem durchaus empfehlenswert und unterhaltsam.
Vorherrschende Sprache ist in diesen Geschäften übrigens englisch. Offensichtlich gehört es für die Amis zum guten Ton von einem Europaurlaub eine Schwarzwälder Kuckucksuhr mitzubringen. Die Läden bieten hier übrigens den Versand der Uhren gleich mit an und preisen die Teile auch entsprechend aus.

Neustadt/Titisee gehörte für mich irgendwie unbedingt zum Schwarzwaldbesuch dazu, ist aber insgesamt eher verzichtbar, viel zu kommerziell.
Das beginnt schon auf dem Parkplatz, hier gibt es nur einen Pauschalpreis. Gut, wer vorhat, den ganzen Tag hier zu verbringen parkt vergleichsweise günstig. Wenn man sich nur mal schnell einen Überblick verschaffen will, fühlt man sich leicht abgezockt.[singlepic id=946 w=320 h=240 float=center]

Breisach – ein historisches Städtchen zwischen Rhein und Kaiserstuhl. Sehenswert das  Wahrzeichen der Stadt, der Münster St. Stephan, zentral und erhöht gelegen.[singlepic id=947 w=320 h=240 float=center]

Colmar – 20 km westlich des Rheins gelegen und für uns die Entdeckung schlechthin. Gegen diese nahezu perfekt erhaltene und rekonstruierte historische Innenstadt kann alles, was wir bisher in dieser Richtung gesehen haben einpacken.
Hier kann man nicht nur Stunden, sondern tagelang flanieren und immer Neues entdecken.[singlepic id=948 w=320 h=240 float=center]

Hornberg – dieses Städtchen mit seiner herrlich gelegenen Burganlage entdeckten wir mehr zufällig bei der Durchfahrt. Hier soll das sprichwörtliche „Hornberger Schießen“ seinen Ursprung haben, was jedoch historisch nicht sicher verbürgt ist.
Außerdem verfügt die Stadt, bzw der ortsansässige Sanitärhersteller Duravit, wohl über Deutschlands einziges(?)  Aussichtsklo.[singlepic id=949 w=320 h=240 float=center]

Wolfach – Stadt an der Kitzing mit historischen Gebäuden und sehenswertem Stadttor. Etwas außerhalb liegt die Dorotheen – Glashütte. Hier kann man Glasbläser bei der Arbeit beobachten, sich selbst darin versuchen und im großen Verkaufsbereich viel Geld ausgeben.[singlepic id=950 w=320 h=240 float=center]

Freudenstadt – große Kreisstadt mitten im Schwarzwald gelegen mit riesigem arkadengesäumtem Marktplatz, hübsch anzusehen, trotzdem kalt wirkend.
Gut, das kann am Wetter gelegen haben.[singlepic id=951 w=320 h=240 float=center]

Am Rande: Factory Outlet des Elektronik und Ramsch-Versenders Pearl in Auggen. Wer es schafft diesen riesigen Laden zu verlassen ohne etwas gekauft zu haben, interessiert sich definitiv nicht für technische Spielereien. 😉

Eifel Tag 7- Hochgebirgstour an der Mosel

[singlepic id=941 w=320 h=240 float=right]Für unseren letzten Tag hatten wir uns noch einen besonderen Leckerbissen aufgehoben. Zwischen Bremm und Edinger Eller an der Mosel verläuft der Calmont-Klettersteig, mitten durch die Weinberge. Der Calmont gilt als steilster Weinberg in Europa und die darunterliegende Moselschleife als die schönste und das Wetter hätte auch nicht besser sein können – dachten wir.
Wir parkten unser Auto an der Kirche in Bremm und marschierten auf dem gut ausgeschilderten Weg los. Zuerst ging es leicht ansteigend durch die Weinberge. Später folgten dann etwas ausgesetztere Passagen, die durch Stahlseile und Tritte und Stifte in der Wand begehbar gemacht wurden.
Es waren doch einige Leute unterwegs, den wenigsten davon war offensichtlich klar, dass Walkingstöcke auf einem Klettersteig im günstigsten Fall hinderlich sind.
[singlepic id=942 w=320 h=240 float=left]Für den eigentlichen Klettersteig benötigten wir ca. 1 Stunde (mit Pausen), der Berg Calmont machte allerdings seinem Namen (lat. für „heißer Berg“) alle Ehre, die Sonne tat ihren Teil dazu, uns bis kurz vor den Hitzschlag aufzuheizen. Zum Glück hatten wir vorgesorgt und reichlich Wasser mitgeschleppt.
Am Ende des Steigs hatten wir uns zu entscheiden, ob wir nach Eller abstiegen oder aber den Calmont Höhenweg zurück nach Bremm nehmen. Da wir das Gefühl hatten, ja ohnehin schon oben zu sein, fiel die Wahl natürlich auf den Höhenweg. Ob  unsere Entscheidung  genau so ausgefallen wäre, wenn wir gewusst hätten, was noch für ein Anstieg vor uns liegt, bezweifle ich stark. Zuerst erreichten wir die Aussicht „Eller Todangst“, die schon von weitem zu sehen ist, aber vielleicht auf einem Drittel der Höhe des Calmont liegt, nach weiteren schier endlosen Höhenmetern kamen wir an eine altrömische Tempelanlage, deren Grundmauern 2002 ausgegraben worden waren und die dann nachgebaut wurde, zu welchem Zweck dieser Tempel jetzt da im Wald steht, war nicht zu erkennen. Am Gipfelkreuz hatten wir dann offensichtlich den höchsten Punkt erreicht und konnten unser Auto fast genau unter uns stehen sehen. Auf extrem steilen, nicht immer ganz offiziellen Wegen, liefen oder tasteten wir uns jetzt talwärts – unser Ziel (Auto) stets vor Augen.[singlepic id=943 w=320 h=240 float=center]
Zwar war diese Tour nur 6 km lang, für mehr hätten unsere Kräfte heute unter der sengenden Sonne aber beim besten Willen nicht gereicht.