Mit der AIDAmar im Roten Meer


Unseren diesjährigen Winterurlaub verbrachten wir weder auf den Kanaren, noch im Gebirge, wir hatten eine Kreuzfahrt im Roten Meer auf der AIDAmar gebucht.
Da wir uns eigentlich nicht zu den Leuten zählen, die sich auf einem Kreuzfahrtschiff wohlfühlen, dachten wir, etwas ziemlich verrücktes gemacht zu haben. Wie sich herausstellte, ist auch für Individualisten wie uns eine AIDA-Kreuzfahrt ein großartiges Erlebnis und wird höchstwahrscheinlich irgendwann sogar eine Wiederholung finden. Das Schiff ist nämlich groß genug, daß man unerwünschtem Trubel aus dem Weg gehen kann und es bietet jeden (für uns) erdenklichen Komfort.
Wie kamen wir nun auf die Idee, trotzdem so eine Reise zu buchen? Ganz einfach, die Stationen der Reise versprachen einige Ziele, die wir mit unserer herkömmlichen Art zu reisen eher nicht erreichen würden, abzudecken.

Start der Kreuzfahrt war am Sonntag in Sharm El Sheikh, einem großen Urlaubsort an der ägyptischen Südspitze der Sinai-Halbinsel. Gesichtslos und absolut nicht unser Geschmack, aber immerhin mit dem Tauchparadies Rotes Meer direkt vor der Tür.

Die erste Station unserer Reise war dann am Montag Aqaba in Jordanien. Von hier unternahmen wir einen Tagesausflug in die legendäre Nabathäer-Wüstenstadt Petra mit ihren zahlreichen in den roten Fels gehauenen Häusern und Palästen. Unbedingt sehenswert aber für im sich im arabischen Raum eher unwohl fühlenden Individualtouristen am besten in der Gruppe zu besuchen.

Am Dienstag waren wir in Eilat/Israel. Von hier flogen wir am frühen Morgen nach Tel Aviv um von da mit dem Bus nach Jerusalem zu fahren, eine 4stündige Stadtrundfahrt/-rundgang zu machen und am frühen Nachmittag wieder auf dem Schiff zu sein. Absolut verrückt aber ein großartiges Erlebnis. Israel ist viel grüner, als ich das erwartet hatte und in der Tat (mindestens) eine ausführlichere Reise wert. Jerusalem muss man gesehen und erlebt haben und 4 Stunden sind natürlich viel zu wenig. Allzu große Sicherheitsbedenken braucht man wahrscheinlich tatsächlich nicht zu haben, hatte ich den Eindruck.

Am Mittwoch gingen wir in Safaga/Ägypten vor Anker und fuhren mit dem Bus 4 Stunden durch die Wüste und am Nil entlang nach Luxor, hier besichtigten wir das Tal der Könige und die gewaltige Tempelanlage von Karnak, bevor wir die Rückreise antraten. Beide Ziele sind ebenfalls Dinge die man gesehen haben muß, zusätzlich gibt es mit dem Tempel der Hatschepsut und dem Tempel von Luxor mindestens zwei Top-Sehenswürdigkeiten, die bei unserem Besuch außen vor blieben.
Eine wahre Pest sind die extrem zudringlichen fliegenden Händler, insbesondere im Tal der Könige. Bei allem Verständnis für die Lage dieser armen Menschen: so kann man auch die letzten Touristen vergraulen, denn es liegt gewiss nicht jedem, diese Leute notfalls mit Körpereinsatz beiseitezudrängen. Der eine oder andere hätte sicher gern in Ruhe ein Souvenir ausgewählt, aber das ist dort schlichtweg unmöglich.

Den Donnerstag verbrachten wir auf dem Schiff, das ganz langsam in Richtung Norden fuhr und kosteten den Luxus an Bord aus.

Am Freitag ankerten wir in Sokhna und fuhren von da nach Sakkara, wo wir die Stufenpyramide König Djossers sowie die Mastaba-Gräber besichtigten. In Memphis sahen wir die Ramses-Statue sowie die Alabaster-Sphinx bevor wir in Gizeh zum Höhepunkt der Reise gelangten: den berühmten Pyramiden und der Sphinx.
Am Rand streiften wir Kairo, über das was wir dort sahen, will ich lieber nichts sagen.

Am Samstag schließlich gingen wir wieder vor Sharm-El Sheikh vor Anker und unternahmen einen sehr schönen Schnorchelausflug und verbrannten uns dabei die Buckel.

Am Sonntag ging es dann zurück ins winterliche Deutschland.
Ein Erholungsurlaub war die Reise definitiv nicht, was wir aber an Eindrücken und Erlebnissen mit nach Hause nehmen konnten ist unbezahlbar.

Schottland 2012

So, hier sind sie nun also, die Bilder von unserem Urlaub in Schottland. Es sind ein paar mehr geworden als ursprünglich geplant.
Dafür habe ich jetzt eine Gallerie-Lösung gefunden, die meinen Idealvorstellungen schon ziemlich nahe kommt.
Man kann und sollte als Benutzer die Bildtitel ein- bzw. ausblenden, auf Vollbild schalten (sieht richtig gut aus) und man kann das Tempo auswählen.
Ein Blick in den Menüpunkt Hilfe schadet keinesfalls, dort sieht man auch, wie man auf die zugehörige Flickr-Seite gelangt, von wo aus man dann auch Zugriff auf die zugehörigen Geo-Daten hat.

Und hier gibts noch eine Variante mit Karte

Stippvisite im Schwarzwald

[singlepic id=944 w=320 h=240 float=right]Da das Wetter in unserer letzten Urlaubswoche zu Hause unerträglich zu werden drohte, entschlossen wir uns spontan zu einem Kurztrip in den Schwarzwald, da, wenn überhaupt, im äußersten Südwesten Deutschlands etwas Sonne zu erwarten war.

Als Quartier hatten wir das Hotel „Zur Krone“ in Langenschiltach gewählt, da es ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bot und tatsächlich nahezu perfekt gewesen wäre, gäbe es da nicht in unmittelbarer Nachbarschaft die Kirche, die aller 15 Minuten, mehr oder weniger unüberhörbar, auf ihre Existenz hinweisen muss.

Nun kann man in zweieinhalb Tagen natürlich nur einen winzigen Bruchteil eines so großen Gebietes erkunden und wenn man dann noch einen Abstecher nach Frankreich macht, bleibt noch weniger Zeit.

Ich werde deshalb die wesentlichen Stationen unserer Reise hier einfach chronologisch aufführen und kommentieren.

[singlepic id=945 w=320 h=240 float=left]Tribach Dieses Städtchen wirbt mit Deutschlands höchstem Wasserfall, den wir natürlich besichtigten. Ja, ganz nett.
Der eigentliche Knüller sind allerdings die unzähligen Kuckucksuhren – Verkaufsausstellungen im und um den Ort. Beginnend bei etwa 100 Euro für eine relativ einfache Ausführung bis in den mittleren vierstelligen Bereich kann man hier in echte Schwarzwälder Kuckucksuhren investieren. Wer weniger ausgeben will kann das natürlich auch, die Uhren haben dann aber Plastikgehäuse und/oder Quarzuhrwerke und werden vermutlich in China produziert.
Auch wenn man nicht vorhat sich zukünftig stündlich vom Kuckuck an die Zeit erinnern zu lassen, so ist ein Besuch dieser Läden trotzdem durchaus empfehlenswert und unterhaltsam.
Vorherrschende Sprache ist in diesen Geschäften übrigens englisch. Offensichtlich gehört es für die Amis zum guten Ton von einem Europaurlaub eine Schwarzwälder Kuckucksuhr mitzubringen. Die Läden bieten hier übrigens den Versand der Uhren gleich mit an und preisen die Teile auch entsprechend aus.

Neustadt/Titisee gehörte für mich irgendwie unbedingt zum Schwarzwaldbesuch dazu, ist aber insgesamt eher verzichtbar, viel zu kommerziell.
Das beginnt schon auf dem Parkplatz, hier gibt es nur einen Pauschalpreis. Gut, wer vorhat, den ganzen Tag hier zu verbringen parkt vergleichsweise günstig. Wenn man sich nur mal schnell einen Überblick verschaffen will, fühlt man sich leicht abgezockt.[singlepic id=946 w=320 h=240 float=center]

Breisach – ein historisches Städtchen zwischen Rhein und Kaiserstuhl. Sehenswert das  Wahrzeichen der Stadt, der Münster St. Stephan, zentral und erhöht gelegen.[singlepic id=947 w=320 h=240 float=center]

Colmar – 20 km westlich des Rheins gelegen und für uns die Entdeckung schlechthin. Gegen diese nahezu perfekt erhaltene und rekonstruierte historische Innenstadt kann alles, was wir bisher in dieser Richtung gesehen haben einpacken.
Hier kann man nicht nur Stunden, sondern tagelang flanieren und immer Neues entdecken.[singlepic id=948 w=320 h=240 float=center]

Hornberg – dieses Städtchen mit seiner herrlich gelegenen Burganlage entdeckten wir mehr zufällig bei der Durchfahrt. Hier soll das sprichwörtliche „Hornberger Schießen“ seinen Ursprung haben, was jedoch historisch nicht sicher verbürgt ist.
Außerdem verfügt die Stadt, bzw der ortsansässige Sanitärhersteller Duravit, wohl über Deutschlands einziges(?)  Aussichtsklo.[singlepic id=949 w=320 h=240 float=center]

Wolfach – Stadt an der Kitzing mit historischen Gebäuden und sehenswertem Stadttor. Etwas außerhalb liegt die Dorotheen – Glashütte. Hier kann man Glasbläser bei der Arbeit beobachten, sich selbst darin versuchen und im großen Verkaufsbereich viel Geld ausgeben.[singlepic id=950 w=320 h=240 float=center]

Freudenstadt – große Kreisstadt mitten im Schwarzwald gelegen mit riesigem arkadengesäumtem Marktplatz, hübsch anzusehen, trotzdem kalt wirkend.
Gut, das kann am Wetter gelegen haben.[singlepic id=951 w=320 h=240 float=center]

Am Rande: Factory Outlet des Elektronik und Ramsch-Versenders Pearl in Auggen. Wer es schafft diesen riesigen Laden zu verlassen ohne etwas gekauft zu haben, interessiert sich definitiv nicht für technische Spielereien. 😉