Eifel Tag 3 – Wandertag

[singlepic id=924 w=320 h=240 float=right]In letzter Zeit war vielerorts immer wieder vom „neuentdeckten“ Wandergebiet rund um das Müllerthal in Luxemburg zu lesen. Ich hatte das zwar registriert, aber keineswegs in Zusammenhang mit unserem Eifel-Urlaub gebracht. Bis ich hier nun feststellte, dass besagtes Gebiet in unmittelbarer Nähe von Echternach liegt, und da waren wir ja kürzlich schon mal. Dann war mir gestern noch eine -letztlich viel zu grobe – Wanderkarte in die Hände gefallen, so dass unser heutiges Tagesziel eine kleine Schnuppertour von gut 5 km rund um Berdorf bei Echternach sein sollte.

Im Verkehrsbüro Echternach versuchten wir noch einen der hochgelobten kostenlosen Wanderführer abzustauben, aber die Saison scheint zu Ende zu gehen, unser gewünschter Weg war gerade nicht vorrätig.

[singlepic id=920 w=320 h=240 float=left]Im Ortszentrum von Berdorf fanden wir einen Parkplatz und folgten einfach der größtenteils hervorragenden Wegmarkierung. Unsere Runde folgte der Markierung B2. Auf den ersten Blick sieht die Landschaft um Berdorf sehr harmlos aus – gut, auf der Anfahrt hatten wir schon ein paar mächtige Sandsteinfelsen gesehen.
Erst als der Weg hinter einer gerade im Entstehen befindlichen, gesichtslosen Eigenheimsiedlung immer tiefer in ein kleines Tal hinabführte, fühlten wir uns in die heimatliche „Sächsische Schweiz“ versetzt – auffälligster Unterschied: Die Wälder hier sind fast reine Laubwälder.
Am Roitsbachfels gabelte sich unser Weg, ein steiler Anstieg führte zum Aussichtspunkt hinauf, von wo man weiter zur Teufelsinsel und zur Raiberhiel (Räuberhöhle) gelangen konnte. Der Abstieg über zwei Leitern durch diese stockfinstere Höhle war sicherlich der Höhepunkt unserer kleinen Wanderung.[singlepic id=918 w=320 h=240 float=right]
Weiter zog sich der Weg unterhalb des Felsmassivs entlang und erreicht nach ca 2 km das Klettergebiet „Wanterbach“. An den zahlreichen hiesigen Kletterrouten herrschte – ganz im Gegensatz zum Wanderweg – Hochbetrieb. Am hinteren Ende des Klettergebietes kann man noch die Sieweschloeff (Sieben Schlüchte) durchstreifen. Hierbei handelt es sich um mehr oder weniger kurze, tiefe Felsspalten, die wiederum ausgezeichnet markiert sind. Bei Schlucht Nr. 6 gibt es einen extra Hinweis auf die äußerst geringe Breite von nur 30 cm. Wir passten durch, mussten aber unser Gepäck abnehmen und es uns durch den engen Abschnitt von Hand durchreichen. Wirklich kräftige Personen – und ich sage hier bewusst nicht „Dicke“- haben wohl wirklich keine Chance.

Anschließend stieg der Weg zum Casselt, einem Aussichtspunkt auf das Sauertal, an und führte auf den letzten 2,5 km wenig spektakulär zurück nach Berdorf.

Insgesamt erstreckt sich das Wegenetz des Müllerthal-Trails wohl auf einer Länge von 110 km und kann in mehreren Tagesetappen komplett erwandert werden. Sicherlich ein lohnendes Ziel für Wanderfanatiker, zumal es uns so scheint, als ob man hier wesentlich einsamer und ungestörter dahinwandern kann als in der Sächsischen Schweiz.
Übrigens wird das Gebiet um das Muellerthal auch  die „Kleine Luxemburger Schweiz“ genannt.

[singlepic id=917 w=320 h=240 float=left]Da der Nachmittag noch nicht einmal richtig angebrochen war, beschlossen wir, gleich noch einmal hinunter nach Trier zu fahren, um der Stadt einen Kurzbesuch abzustatten. Das taten wir auch, hielten den Besuch trotz der unbestreitbar wunderschönen Stadt, aber wirklich sehr kurz, denn offenbar ist es keine besonders gute Idee einen Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein in der Innenstadt von Trier verbringen zu wollen. Viel zu viele Leute haben offenbar die selbe Idee.

Unser 2. Tag in der Eifel

[singlepic id=913 w=320 h=240 float=right]Das Wetter am Morgen sah wieder nicht soo toll aus, in der Nacht hatte es geregnet. Nun, wir würden uns überraschen lassen. Zuerst fuhren wir nach Wallenborn zu Deutschlands einzigem Geysir. OK, die Gelehrten streiten sich, ob man dieses geologische Phänomen als Geysir bezeichnen darf. Aber auf alle Fälle kommt aller 35 Minuten eine 2-4 m hohe Fontäne aus dem Becken, das Wasser ist zwar kalt, stinkt aber herrlich nach Schwefelwasserstoff. Angetrieben wird der Ausbruch also nicht durch thermische Prozesse, sondern durch eine steigende Kohlendioxyd-Konzentration, ähnlich dem Effekt beim Schütteln einer Sprudelflasche.

Als nächstes fuhren wir in die Kreisstadt Daun, ich wollte unbedingt eine ordentliche Wanderkarte der Umgebung kaufen. Dort, wo Touristeninformation draußen dranstand, war lediglich ein Ständer mit einer Handvoll Prospekten zu finden, da gibts an jeder Hotelrezeption mehr brauchbare Informationen. Zum Glück lag direkt gegenüber ein sehr gut sortierter Buchladen.

[singlepic id=914 w=320 h=240 float=left]Mit dem richtigen Kartenmaterial bewaffnet, fuhren wir zum nahegelegenen Parkplatz am Weinfelder Maar. Maare sind annähernd kreisrunde Kraterseen, die hier in der Eifel recht weit verbreitet sind. Wir umrundeten das Maar im Uhrzeigersinn, so dass wir bald am Maar-Panorama ankamen. Hier überqueren Straße und Wanderweg einen Bergsattel. Auf der einen Seite schaut man auf das Weinfelder Maar mit der Weinfelder Kirche, auf der anderen Seite sieht man das Schalkenmehrener Maar mit dem angrenzenden Trockenmaar und die Ortschaft Schalkenmehren. Weiter spazierten wir zum nahegelegenen Dronketurm, von dem aus wir auch das dritte Maar in unmittelbarer Umgebung, das Gemündener Maar, in der Tiefe schimmern sahen. Auf der Hochfläche in der Nähe des Dronketurms befinden sich neben den üblichen Holzbänken auch zwei durchaus gemütliche hölzerne Relax-Liegen.[singlepic id=916 w=320 h=240 float=right]
Nachdem wir genügend relaxed hatten und unsere Maar-Umrundung vollendet hatten, fuhren wir nach Manderscheid um einen Blick auf die beiden, einst verfeindeten, Burgen des Städtchens zu werfen. Wirklich ein toller Anblick.
Unseren aufkommenden Hunger stillten wir beim Italiener am Burgparkplatz mit zwei riesigen Spaghettitellern.

Nach der Mittagsruhe brachen wir noch zu einem Einkaufs- und Besichtigungsbummel nach Wittlich auf. Wittlich ist eine nette Kleinstadt mit einigen wirklich sehenswerten historischen Gebäuden.

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Eifel-Urlaub Teil 1

Nachdem wir unsere Reise in die Eifel wegen einer defekten Benzinpumpe mit 4 Tagen Verspätung angetreten haben, hier nun der Bericht über unsere ersten beiden Tage.

Nach relativ ereignisloser Fahrt – wenn man mal vom kurzen Stau im Starkregen bei Jena absieht, kamen wir am frühen Nachmittag in unserem Hotel „Zur Post“ in Deudesfeld an.[singlepic id=922 w=320 h=240 float=right]

Nachdem wir einen Kaffee getrunkten hatten, brachen wir zu einer ersten kleinen Erkundundungstour per Auto auf. Zuerst fuhren wir nach Echternach in Luxemburg, hier nutzten wir den günstigen Spritpreis (knapp 30ct/l weniger als in Deutschland) um unseren fast leergefahrenen Tank wieder zu füllen.
Anschließend fuhren wir an die Mosel nach Trier, deckten uns mit ein paar Lebensmitteln ein und fuhren zurück zum Hotel. Zeit und Nerven für eine richtige Stadtbesichtigung hatten wir nicht.

[singlepic id=911 w=320 h=240 float=left]Das Wetter am nächsten Morgen sah etwas durchwachsen aus. Um auch eine Schlechtwettervariante zur Verfügung zu haben, fuhren wir in Richtung Mendig. Dort gibt es unter der Stadt riesige künstliche Basalthöhlen zu besichtigen.
Da das Wetter aber recht gut aussah fuhren wir erst einmal zum Laacher See, den wir begannen zu umrunden. Leider führte der Uferweg nicht so dicht am Ufer entlang, wie wir uns das vorgestellt und gewünscht hatten. Wahrscheinlich ist das zwar für die hier zahlreich vertretene Vogelwelt besser, uns gefiel es nicht soo sehr, deshalb kehrten wir nach ungefähr einem Viertel der Strecke um [singlepic id=910 w=320 h=240 float=right]und sahen uns stattdessen die gewaltige Klosterkirche Maria Laach in unmittelbarer Nähe an.

In der tollen Klostergärtnerei kamen wir an verschiedenen Kleinigkeiten nicht vorbei, ich bin schon auf den Oregano-Senf gespannt.

Nächster Anlaufpunkt war Schloss Bürresheim, eine sehr alte, sehr interessant anzusehende Burganlage.[singlepic id=909 w=320 h=240 float=left]

Nun war noch eine weitere Etappe der Eifelrundfahrt angesetzt. Über Virneburg und den Nürburgring (hier waren erstaunlich viele, sehr sportliche Fahrzeuge sehr sportlich unterwegs….) fuhren wir nach Gerolstein. Im einsetzenden Nieselregen stand uns der Sinn aber weniger nach Mineralwasser, sondern eher nach einem heissen Kaffee und einem Stück Kuchen.[singlepic id=908 w=320 h=240 float=right]

Dann machten wir noch einen Abstecher nach Prüm, hier ärgerten uns viele Strassenbaustellen, bevor wir zum Hotel zurückkehrten.

Die langen Autofahrten dienen mir dazu mir einen ersten Überblick über die Lage der einzelnen Orte und die Entfernungen untereinander zu gewinnen. Sich das Ganze auf der Karte anzusehen ist immer nur die eine Seite…