Stippvisite im Schwarzwald

[singlepic id=944 w=320 h=240 float=right]Da das Wetter in unserer letzten Urlaubswoche zu Hause unerträglich zu werden drohte, entschlossen wir uns spontan zu einem Kurztrip in den Schwarzwald, da, wenn überhaupt, im äußersten Südwesten Deutschlands etwas Sonne zu erwarten war.

Als Quartier hatten wir das Hotel „Zur Krone“ in Langenschiltach gewählt, da es ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bot und tatsächlich nahezu perfekt gewesen wäre, gäbe es da nicht in unmittelbarer Nachbarschaft die Kirche, die aller 15 Minuten, mehr oder weniger unüberhörbar, auf ihre Existenz hinweisen muss.

Nun kann man in zweieinhalb Tagen natürlich nur einen winzigen Bruchteil eines so großen Gebietes erkunden und wenn man dann noch einen Abstecher nach Frankreich macht, bleibt noch weniger Zeit.

Ich werde deshalb die wesentlichen Stationen unserer Reise hier einfach chronologisch aufführen und kommentieren.

[singlepic id=945 w=320 h=240 float=left]Tribach Dieses Städtchen wirbt mit Deutschlands höchstem Wasserfall, den wir natürlich besichtigten. Ja, ganz nett.
Der eigentliche Knüller sind allerdings die unzähligen Kuckucksuhren – Verkaufsausstellungen im und um den Ort. Beginnend bei etwa 100 Euro für eine relativ einfache Ausführung bis in den mittleren vierstelligen Bereich kann man hier in echte Schwarzwälder Kuckucksuhren investieren. Wer weniger ausgeben will kann das natürlich auch, die Uhren haben dann aber Plastikgehäuse und/oder Quarzuhrwerke und werden vermutlich in China produziert.
Auch wenn man nicht vorhat sich zukünftig stündlich vom Kuckuck an die Zeit erinnern zu lassen, so ist ein Besuch dieser Läden trotzdem durchaus empfehlenswert und unterhaltsam.
Vorherrschende Sprache ist in diesen Geschäften übrigens englisch. Offensichtlich gehört es für die Amis zum guten Ton von einem Europaurlaub eine Schwarzwälder Kuckucksuhr mitzubringen. Die Läden bieten hier übrigens den Versand der Uhren gleich mit an und preisen die Teile auch entsprechend aus.

Neustadt/Titisee gehörte für mich irgendwie unbedingt zum Schwarzwaldbesuch dazu, ist aber insgesamt eher verzichtbar, viel zu kommerziell.
Das beginnt schon auf dem Parkplatz, hier gibt es nur einen Pauschalpreis. Gut, wer vorhat, den ganzen Tag hier zu verbringen parkt vergleichsweise günstig. Wenn man sich nur mal schnell einen Überblick verschaffen will, fühlt man sich leicht abgezockt.[singlepic id=946 w=320 h=240 float=center]

Breisach – ein historisches Städtchen zwischen Rhein und Kaiserstuhl. Sehenswert das  Wahrzeichen der Stadt, der Münster St. Stephan, zentral und erhöht gelegen.[singlepic id=947 w=320 h=240 float=center]

Colmar – 20 km westlich des Rheins gelegen und für uns die Entdeckung schlechthin. Gegen diese nahezu perfekt erhaltene und rekonstruierte historische Innenstadt kann alles, was wir bisher in dieser Richtung gesehen haben einpacken.
Hier kann man nicht nur Stunden, sondern tagelang flanieren und immer Neues entdecken.[singlepic id=948 w=320 h=240 float=center]

Hornberg – dieses Städtchen mit seiner herrlich gelegenen Burganlage entdeckten wir mehr zufällig bei der Durchfahrt. Hier soll das sprichwörtliche „Hornberger Schießen“ seinen Ursprung haben, was jedoch historisch nicht sicher verbürgt ist.
Außerdem verfügt die Stadt, bzw der ortsansässige Sanitärhersteller Duravit, wohl über Deutschlands einziges(?)  Aussichtsklo.[singlepic id=949 w=320 h=240 float=center]

Wolfach – Stadt an der Kitzing mit historischen Gebäuden und sehenswertem Stadttor. Etwas außerhalb liegt die Dorotheen – Glashütte. Hier kann man Glasbläser bei der Arbeit beobachten, sich selbst darin versuchen und im großen Verkaufsbereich viel Geld ausgeben.[singlepic id=950 w=320 h=240 float=center]

Freudenstadt – große Kreisstadt mitten im Schwarzwald gelegen mit riesigem arkadengesäumtem Marktplatz, hübsch anzusehen, trotzdem kalt wirkend.
Gut, das kann am Wetter gelegen haben.[singlepic id=951 w=320 h=240 float=center]

Am Rande: Factory Outlet des Elektronik und Ramsch-Versenders Pearl in Auggen. Wer es schafft diesen riesigen Laden zu verlassen ohne etwas gekauft zu haben, interessiert sich definitiv nicht für technische Spielereien. 😉