Island 2007

[album=30,extend]

Sonntag, 05.08.2007

[singlepic id=567 w=320 h=240 float=right]Gegen Mittag flogen wir mit Icelandair ab Schönefeld nach Reykjavik. Dort übernahmen wir nach beträchtlicher Wartezeit unseren Mietwagen, einen Toyota Corolla Combi.

Wir fuhren die 70 km vom Flughafen Keflavik nach Reykjavik um unser Hotel zu beziehen.

Wir hatten aus Sparsamkeit für unsere Rundreise die preiswerteste Hotelkategorie – ohne eigene Sanitäreinrichtung im Zimmer – gebucht. Dabei handelt es sich meist um Studentenwohnheime, die während der Semesterferien als Hotels fungieren. Wie gleich unser erstes Hotel, das Gardur Inn, direkt neben Universität und Innenstadtflughafen gelegen. Entsprechend einfach war das Zimmer, die Größe war ganz okay und zur Dusche/WC mussten wir nur quer über den Gang.

[singlepic id=558 w=320 h=240 float=left]Als wir unser Gepäck abgeworfen und uns einigermaßen eingerichtet hatten, soweit das für eine Nacht nötig ist, brachen wir um 17 Uhr wieder auf und fuhren fast die ganze Strecke zum Flughafen zurück, denn als erstes wollten wir ein Bad in der berühmten Blauen Lagune nehmen. Das ist ein Bad, das mit natürlich warmem stark mineralhaltigen Wasser betrieben wird. Daß dieses Wasser quasi der Abfall aus einem Geothermalkraftwerk gleich um die Ecke ist, stört niemanden, zumal seine heilende Wirkung bei einer Vielzahl von Hautkrankheiten wissenschaftlich erwiesen ist.

Es war genial, das gut 37 Grad warme Wasser die beeindruckende Lavakulisse und nicht zuletzt die modernen Einrichtungen des neu eröffneten Bades (die ursprüngliche, wesentlich naturnähere Blaue Lagune musste einer Erweiterung des Kraftwerkes weichen). Auch wenn es unser erstes Erlebnis in Island war, der Besuch hier würde wohl zu den Höhepunkten der ganzen Reise gehören, soviel war klar.

[singlepic id=559 w=320 h=240 float=right]Nach zwei Stunden im Bad waren wir zwar etwas müde, dennoch entschieden wir uns noch eine kleine Rundfahrt anzuhängen bevor wir ins Hotel zurückkehren wollten.

Über Grindavik fuhren wir an die Südküste der Halbinsel. Kurz hinter dem Örtchen sahen wir zahlreiche angriffslustige Seemöwen, die sich auf unser Auto zu stürzen schienen.

Kurz darauf hatten wir unsere erste Begegnung mit Islands Schotterpisten. Wir mussten die Geschwindigkeit drastisch reduzieren und wurden trotzdem heftigst durchgeschüttelt. So schlimm hatten wir uns die Straßen hier doch nicht vorgestellt. Zum Glück gab es zwischendurch mehrere kurze asphaltierte Stücke, so daß wir uns etwas erholen konnten.

[singlepic id=561 w=320 h=240 float=left]Unser nächstes Ziel war das Geothermalgebiet Seltun, direkt an der Straße gelegen. Auf einem Holzweg konnten wir hier einen Spaziergang um unsere ersten heißen, blubbernden und vor allem herrlich nach Schwefel stinkenden heißen Quellen und Schlammtöpfe auf Island machen. Elke und ich hatten soetwas ja vor 15 Jahren schon im Yellowstone-Nationalpark gesehen, die Erinnerung daran war jedoch schon ziemlich verblasst.

Es war jetzt kurz vor Mitternacht und da der Hochsommer bereits vorbei war begann doch die Nacht zu dämmern. Gegen einen herrlichen Abendhimmel fuhren wir jetzt zurück nach Reykjavik und fielen hier hundemüde in unsere Betten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.