Der Nordwesten

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Dienstag, 07.08.07
Beim Aufstehen sah es draußen schon wieder sehr grau aus und wir waren 8 Uhr als Erste mit dem Frühstück dran, welches in Marias Küche serviert wurde. Ein wirklich (liebe-)voller Frühstückstisch erwartete uns und Maria freute sich, dass wir uns freuten. Allzu lange konnten und wollten wir das Frühstück nicht ausdehnen, denn die nächste Familie wartete schon auf den Tisch.

[singlepic id=595 w=320 h=240 float=right]Um uns ca. 100 km Schotterpiste zu ersparen entschlossen wir uns, lieber auf der befestigten Straße zu bleiben und einen Umweg von 120 km in Kauf zu nehmen. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit, die reizvolle Strecke von Borgarnes durch das Tal der Nordura nach Bru zu fahren. In Borgarnes erledigten wir erst einmal die dringendsten Einkäufe.

Das Wetter war nicht gerade überwältigend und so kamen wir dann zügig voran. Fotostops gab es am Krater Grabrok – was zu deutsch soviel wie graue Unterhose heißt und am Berg Baula, wohl dem am schönsten geformte Berg Islands.

In Laugarbakki unterbrachen wir die Fahrt für einen kurzen Besuch in einem „Freizeitpark“, der sich mit dem Sagenhelden Grettir beschäftigen soll. Viel mehr als ein riesiges Holzschwert und ein paar Steinbrocken , die wohl zum Kräftemessen animieren sollen, war allerdings nicht zu sehen.

[singlepic id=603 w=320 h=240 float=left]Unser Tagesziel war eine Pferdefarm nahe Hvammstangi, gleich hier um die Ecke. In Hvammstangi machten wir noch einen Einkaufsstop, besichtigen die Außenanlagen des Robbenmuseums und beschlossen dann, da das Wetter rasch besser wurde, uns auf der Halbinsel Vatnsnes umzusehen. Die Straße, die diese Halbinsel umrundet, ist wiederum nur eine Schotterpiste, deshalb legten wir uns vorsichtshalber nicht fest, wie weit unsere Fahrt gehen sollte. Wir begannen an der Ostseite. [singlepic id=606 w=320 h=240 float=right]Die sehr abwechslungs- und aussichtsreiche Strecke führte uns vorbei an einer hübschen Jugendherberge zum Felsen Hvitserkur. Dieser ist Brutstätte für zahlreiche Seevögel, das besondere an ihm ist jedoch seine Form. Er sieht aus wie ein Dinosaurier, der sich gerade bückt um Wasser zu schlürfen. Die letzten 500 m Straße hier herunter, waren das Äußerste, was man einem PKW zumuten sollte. Wäre es der eigene gewesen…., ich weiß nicht.

Wieder auf der Hauptpiste fuhren wir weiter nach Norden, hier bei der verlassenen Siedlung Hindisvik soll man ziemlich zuverlässig Seehunde beobachten können. Da am Parkplatz verhältnismäßig viel Betrieb war, vermuteten wir schon, daß wir Glück haben könnten. Tatsächlich mussten wir aber dann noch ein ganzes Stückchen bis zum äußersten Zipfel der Halbinsel laufen, bis wir sie sahen. [singlepic id=613 w=320 h=240 float=left]Einige lagen in sicherer Entfernung am Strand und sonnten sich und einige spielten im Wasser, man konnte fast den Eindruck gewinnen, sie beobachteten die Menschen, genau wie diese es mit Ihnen taten. Sozusagen als Bonus sahen wir weiter draußen auf dem Meer sogar noch ein größeres Tier, also vermutlich einen Wal, der mehrmals auf und wieder abtauchte.

Da das Wetter nun doch recht schön und die Straße durchaus passierbar war, entschieden wir uns die Runde um die landschaftlich wirklich sehr reizvolle Halbinsel zu vollenden.

Auf halber Strecke in Richtung Süden kamen wir an einem weiteren Parkplatz vorbei, auch hier gab es Seehunde, allerdings in etwas größerer Entfernung.

[singlepic id=600 w=320 h=240 float=right]Am frühen Abend erreichten wir dann wieder Hvammstangi und fuhren ziemlich geschafft zu unserer Pferdefarm – Gauksmyri.

Diese Unterkunft war wesentlich komfortabler als die gestrige. Wir wurden freundlich -auf deutsch- begrüßt und bekamen zwei höchst komfortable Zimmer, gut das Bad teilten wir uns mit zwei weiteren Zimmern-, aber hier war wirklich alles niegel-nagelneu und vom Feinsten.

Sogar drahtloses Internet war auf dem Zimmer verfügbar.

Wir beschlossen den Tag mit einem Rundgang über die Farm und dem Beobachten der vielen herrliche Pferde.

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