Husavik, Asbyrgi und Dettifoss

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Donnerstag 09.08.07

[singlepic id=652 w=320 h=240 float=right]Trostloses Nieselwetter. Nach dem typischen Frühstück im gewaltigen Speisesaal wollten wir erst noch einen kleinen Stadtbummel unternehmen, der aber aus Witterungsgründen ziemlich kurz ausfiel.

Auf altbekannter Strecke fuhren wir nun wieder in Richtung Myvatn. Ein Stückchen vorher bogen wir allerdings nach links in Richtung Husavik ab. Kurz vor Husavik legten wir noch einen Stop an einigen dampfenden Erdlöchern ein, die zwar in keinem Reiseführer verzeichnet, dafür aber recht gut besucht waren.

In Husavik selbst konnte man an Walbeobachtungstouren teilnehmen. Der Werbung dafür konnte man überhaupt nicht entkommen. Nach ausgiebigem Studium der Unterlagen und Beobachtungsstatistiken -die im Internet abrufbar waren- wurde uns klar, dass wir sicherlich Delphine sehen würden, mit viel Glück ein paar Zwergwale, aber die richtig großen Brocken -Orkas oder Blauwale- hielten sich offensichtlich zur Zeit hier nicht auf.

Also ließen wir es bei einem kurzen Hafenspaziergang bewenden, weder das Wal- noch das Penismuseum lockten uns. Jetzt wollten wir Papageientaucher sehen. Es sollte hier auf er Halbinsel einge Nistplätze geben, an denen man diese posierlichen Vögel beobachten könnte.

Doch wohin wir auch kamen, mehr als die Hoffnung, dass der winzige Vogel im 100 m Entfernung ein Papageientaucher gewesen sein könnte, war nicht drin.

[singlepic id=657 w=320 h=240 float=left]Etwas enttäuscht fuhren wir wieder ins Binnenland, nach Asbyrgi. Die hiesige Schlucht- der Sage nach entstanden aus einem Hufabdruck von Odins achtbeinigem Pferd Sleipnir- ist wirklich sehenswert, zum einen gibt es hier einen regelrechten Wald und zum anderen ist der inmitten der Schlucht stehende Felskeil schon gewaltig.

Wir ließen unser Auto stehen und machten einen kleinen Spaziergang durch den Wald zu einem kleinen Teich.

Anschließend ging es weiter, denn die Hauptattraktion des Tages lag noch vor uns. Die Fahrt auf der Schotterpiste 864 zu den Wasserfällen Hafragilsfoss und Dettifoss.[singlepic id=660 w=320 h=240 float=right]

Wie erwartet verlief die Fahrt nicht besonders erholsam. Zuerst kamen wir zum Hafragilsfoss, Menschen und Automassen soweit das Auge reicht, sogar Reisebusse waren hier, bei den Straßenverhältnissen müssen das aber offensichtlich Spezialausführungen sein, denn wenn ein normaler Reisebus die gut 50 km der „864“ 5-10 Mal gefahren ist dürfte er -oder zumindest das Fahrwerk- schrottreif sein.

Der 27 m hohe Wasserfall ist aber auf alle Fälle sehenswert und fast ohne laufen vom Parkplatz aus sichtbar. Nur wenige 100 m weiter zweigt dann auch schon die Stichhstraße zum Dettifoss ab. Auch hier ein voller Parkplatz aber bis zum Wasserfall sind gut 300 m steiniger Strecke zu überwinden. Schlecht für fußschwache Busreisende, dennoch wälzt sich auch hier eine beachtliche Menschenmasse zum Wasserfall.[singlepic id=662 w=320 h=240 float=right]

Der Dettifoss gilt als Islands und wahrscheinlich auch Europas größter Wasserfall. Er stürzt sich laut donnernd 45 m in die Tiefe. Ich war total beindruckt, auch wenn die Niagarafälle doch erheblich größer sind- hier kann man wirklich direkt an den Wasserfall herangehen und die Macht der Wassermassen hautnah spüren.

Laut Reiseführer soll zwar der Eindruck von der gegenüberliegenden Seite, auf der F862 mit normalem PKW aber nicht zu erreichenden Seite, noch gewaltiger sein – zumindest fehlt dort ein Großteil der Menschen- aber zumindest heute stand der Wind günstig für uns, die Wolken von Wasserstaub hüllten die andere Seite mehr oder weniger komplett ein.

Hier ließen wir uns Zeit um den Eindruck wirken zu lassen. Das gewaltige Tosen des Wassers übertönt auch noch so lautes menschliches Geschnatter….

Während die Strecke bis kurz nach den Wasserfällen durch eine ziemlich eindrucksvolle Lavalandschaft führte, folgte in der zweiten Hälfte der 864 trostlose Steinwüste. Irgendwann hatten wir es aber doch wieder auf die befestigte Ringstraße Nr. 1 geschafft. So schnell es ging fuhren wir zurück in Richtung Myvatn.

[singlepic id=674 w=320 h=240 float=left]Unterwegs machten wir noch eine kurzen Abstecher zum Krafla Krater und Geothermalkraftwerk dicht beieinander. Auf längere Spaziergänge oder gar Wanderungen mussten wir auch hier verzichten.

Nächste Station das Sulfatarenfeld Hverir, welches wir gestern nur knapp verfehlt hatten. Sehr eindrucksvoll uns sehens- wenn auch nicht unbedingt riechenswert.

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch im Jardbödinn, einer heißen Badelagune mit Sicht auf den Myvatn.

Nicht ganz so stylish wie die Blaue Lagune, aber ungeheur erholsam und einschläfernd.[singlepic id=678 w=320 h=240 float=right]

Wieder hatte ich zu tun die Rückfahrt zum Hotel, diesmal in der Nähe von Laughar, wachzubleiben.

Ein große Gästefarm erwartete uns heute. Hier erhielten wir allerdings nur den Schlüssel zu unserer noch etwas weiter abgelegen Hütte. Die stellte sich als ziemlicher Glücksgriff heraus, denn im Moment waren wir fast allein hier.

Hinter der Hütte gab es einen dampfend Hotpot. Mir schälte sich schon von der Vorstellung des heißen Wassers die Haut von den Knochen. Tina und Elke waren mutiger, sie setzten sich hinein, allerdings auch nur einen kurzen Moment, denn das war sogar für Elke, die sich erst ab 38° Wassertemperatur wohlfühlt, zu heiß.[singlepic id=681 w=320 h=240 float=center]

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