Fish-River-Canyon

[album=8,extend]Mittwoch, 01.07.09

Wegen fehlender Kaffeekochmöglichkeit fiel das Frühstück eher spartanisch aus. Das Zusammenpacken der Zelte hatten wir uns auch einfacher vorgetellt, aber mit etwas Routine sollte das schon noch werden…

Erste Aktion: Einkaufen und Tanken, diesmal bitte richtig voll, denn so schnell wie die Tankanzeige zu sinken begann, kann das beim letzten Mal nicht voll gewesen sein – diesmal passten dann auch 100l rein, obwohl der Tank noch nicht annähernd leer war.

Nun waren 120 km bis zur Grenze nach Namibia zurückzulegen. Wir waren etwas aufgeregt, denn so unkompliziert wie wir das in Europa kennen, ist ein Grenzübertritt hier nicht:In Südafrika bekommt man einen Schein, den man beim Zoll, der Immigrationsbehörde und der Polizei abstempeln lassen muss, das geht relativ zügig. Nun darf man ausreisen. Wir fuhren also über den Oranjefluß, in dem zwei majestätische Reiher nach Fischen suchten, nach Namibia. [singlepic id=181 w=320 h=240 float=center]Dort folgte die Einreisekontrolle. Zuerst mussten wir das berühmt-berüchtigte Einreiseformular ausfüllen, das wurde dann von einer ausgesprochen netten Beamtin kontrolliert und mit den Pässen verglichen(„Ah Tina, Tiiiina – in der Schule hatte ich eine Freundin, die fast sowas wie eine Schwester für mich war – was denkst du wie die hieß?“)

Dann mussten wir noch zur Straßenbehörde ­ – Straßenbenutzungsgebühr zahlen, die beiden Ladys waren intensiv und lautstark mit dem aktuellen Avon-Katalog beschäftigt und so ganz nebenbei wurden ganz langsam die warteden Einreisewilligen „mitverarztet“. Ob wir dann noch zum Zoll gemußt hätten – keine Ahnung, wir haben eh nichts zu verzollen. Also stiegen wir ins Auto und ab ging die Fahrt.

Die Landschaft hatte sich schlagartig verändert, jegliches Grün war verschwunden und auch die Berge hatten andere, spitzere Formen. Nach 30 km verabschiedeten wir uns dann von der Asphaltstraße und bogen auf die Schotterpiste zum Fish-River-Canon ab. Diese war aber größtenteils auch in gutem Zustand, so dass wir dennoch gut vorankamen.

Später sahen wir dann am Straßenrand die ersten Antilopen, wunderschöne Tiere mit langen geraden Hörnern. Die Landschaft wurde immer interessanter, riesige runde Felsblöcke und die ersten Köcherbäume tauchten auf.[singlepic id=182 w=320 h=240 float=left] Am frühen Nachmittag erreichten wir den Eingang zum Fish-River-Canyon-Nationalpark. Zuerst bezahlten wir bei einem etwas verschrobenen, aber nicht unfreundlichen Angestellten unsere Eintrittsgebühr. Im Nachbarbüro durften wir dann nach 15 Minuten Wartezeit unseren vorreservierten und bezahlten Campingplatz klarmachen. Die Platzvergabe erfolgte nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, also durften wir aus den vielen freien Plätzen wählen und entschieden uns für Nummer 13. Wir markierten unser Revier mit unseren Campingmöbeln und fuhren dann noch zum Canyon. An 3 verschiedenen [singlepic id=200 w=320 h=240 float=right]Aussichtspukten blickten wir in die Tiefe des zweitgrößten Canyons nach dem Grand Canyon. Gigantisch. Auf dem Rückweg sahen wir noch mehrfach diverse Antilopen, diesmal allerdings ohne Hörner.

Dann bauten wir unsere Zelte auf, kochten uns ein Süppchen (wir hatten einen neuen Kocher gekauft), erhielten Besuch von Vögeln und Fledermäusen und fielen dann todmüde in unsere Schlafsäcke.

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