Die Umgebung von Kapstadt

[album=6,extend]Montag, 29.06.09

Unser erster Tagesordnungspunkt war die Übernahme des Campers. Überpünktlich 10 vor 9 wurden wir von der Rezeption benachrichtigt, dass unser Transfer auf uns wartet.

Mit dem fuhren wir eine gute halbe Stunde in einen Vorort zur [singlepic id=157 w=320 h=240 float=right]Vermietstation von Britz, dort mussten wir noch ein Viertelstündchen warten, bis der Chef kam. Mit dem erledigten wir dann den ganzen üblichen Papierkram. Dabei stellte sich heraus, dass wir in der Eile unserers Aufbruchs die Pässe im Hotelsafe vergessen hatten. Freundlicherweise wurde auch eine Passkopie, die ich auf meinem Computer gespeichert hatte, akzeptiert. Anschließend demonstrierte er uns das Fahrzeug mit allem Zubehör. Für jede Tätigkeit, bei der man sich evtl. die Finger beschmutzen könnte, wurde Justice, der Boy gerufen. Justice mach dies, Justice hol das – So stellt man sich Südafrika vor 🙂

Wir fuhren anschließend ins Hotel zurück, um sicherzustellen, dass die Pässe wirklich da waren.

Unterwegs erledigten wir noch die ersten Einkäufe, wir brauchten dringend drei kleine Vorhängeschlösser, um das Gepäckteil unseres Wagens abschließen zu können, die Originale hatte Justice offensichtlich nicht wiederfinden können….

Nachdem wir endlich die richtige Zufahrt zum Hotel gefunden hatten, luden wir schnell einiges um und machten uns dann auf den Weg Richtung Kap der Guten Hoffnung.

Zuerst mussten wir eine Tankstelle anfahren, um unsere beiden 70l Tanks mit Diesel zu füllen, bzw füllen zu lassen, denn Selbstbedienung gibt’s in Afrika an der Tankstelle nicht. Ein älterer Herr begrüßte mich mit Handschlag und dann begann ein ausführliches Gespräch, Fußball (die USA haben gestern beim Confederationscup nach anfänglicher Führung doch noch gegen die „Witches“ aus Brasilien verloren), Deutschland (sein Sohn war als Anwalt mal in Berlin und ihm wurde geraten sich bei Dunkelheit vor den „Schlitzohren“ in Acht zu nehmen. Was sind Schlitzohren?) bis zum Wetter wurden alle Themen behandelt.Für umgerechnet ca 60 € hatten wir über 90 l Diesel getankt.

Dann fuhren wir nach Simonstown, wo am Boulders Beach Pinguine zu bewundern sind. Vom Parkplatzwächter wird hier jeder persönlich und voller Überschwang begrüßt und mit den wichtigsten Daten (Wegbeschreibung usw.) versorgt. Seiner Dankbarkeit fürs Aufpassen darf man im Anschluss Ausdruck verleihen.[singlepic id=169 w=320 h=240 float=left][singlepic id=170 w=320 h=240 float=center]

Also marschierten wir los, bezahlten Eintritt(!!) und sahen viele Pinguine, auch zahlreiche Jungtiere (und natürlich viele Japaner). Die Tiere leben dort zwar annähernd wild, dennoch hat die ganze Anlage mit ihren Holzstegen, Aussichtsplattformen und künstlichen Nisthöhlen etwas von einem Zoo. Im Souvenirshop wurde noch ein wenig eingekauft dann ging es zurück zum Parkplatz, wo Jugendliche und Kinder „Volkstänze“ aufführten. Wir erwiesen dem Parkwächter unsere Dankbarkeit, erhielten noch eine eindringliche Warnung vor den Pavianen am Cape Point und brachen eben dorthin auf. Die Zeit drängte mittlerweile doch etwas, bei Einbruch der Dunkelheit wollten wir aus Sicherheitsgründen gern wieder im Hotel sein.

Am Parkplatz wurden wir von einem mit einem mächtigen Holzknüppel bewaffneten Ranger eingewiesen. Außer Touristen und hübschen Vögeln war erst einmal kein Lebewesen zu entdecken. Im Gebüsch oberhalb des Kiosks sahen wir dann in der Ferne ein paar Paviane, einer rannte quer über den Platz. Die Ranger setzen hier alle Kraft und Energie ein, um Mensch und Tier voreinander zu schützen. Wir fuhren mit der Standseilbahn zum Aussichtpunkt mit Leuchtturm nach oben. Von hier hat man einen sehr schönen Blick über die Kapregion und die „Schnittstelle“ von Atlantik und Indischem Ozean. [singlepic id=162 w=320 h=240 float=left]Ganz die südlichste Stelle von Afrika ist es aber nicht, die ist ein paar Kilometer östlich. Als Höhepunkt erspähten wir von oben sogar noch einige Wale, die mehrmals ihre Schwanzflosse zeigten und uns auch mit einer schönen Fontäne beglückten. Für brauchbare Fotos war die Entfernung aber etwas zu groß.

Auf dem Rückweg begegneten uns noch kurz einige Paviane und auf dem [singlepic id=163 w=320 h=240 float=right]Parklatz passierte es dann: Irgendjemand hatte -absichtlich oder nicht- eine Banane ausgepackt, Sekunden später war sie in den Pfoten eines großen Pavians, der sie dann genau vor unserem Auto genüßlich verzehrte. Panik bei den Rangern…

Auf dem Rückweg begegneten wir noch einer große Affengruppe, konnten verkehrsbedingt aber nicht anhalten und fotografieren.

[singlepic id=173 w=320 h=240 float=left]Später stand ein Auto auf freier Strecke und eine Kamera wurde aus dem Fenster gestreckt, hier sahen wir aber keine Paviane,sondern unseren ersten wilden Strauß, wenige Meter danach folgte schon der Zweite.

Nun fuhren wir so schnell es ging zurück ins Hotel, welches wir wenige Minuten nach Sonnenuntergang um 17:50 erreichten. Hier hinterließen wir den Autoschlüssel beim Hotelboy, der uns den Wagen morgen hoffentlich pünktlich und unbeschadet wiederholt.

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