Kolmanskop und Lüderitz

[album=10,extend]Freitag 03.07.09

Auch beim Frühstück wurden wir wieder von ganzen Vogelschwärmen besucht.

[singlepic id=194 w=320 h=240 float=right]Nachdem wir unsere Ausrüstung und die Zelte verstaut hatten, fuhren wir hinunter in Richtung Lüderitz. Wenige Kilometer vor Lüderitz bogen wir nach rechts ab . Wir wollten die aufgegebene Siedlung Kolmanskop besichtigen. Für 145 N$ bekamen wir am Eingang ein Permit. Der Großteil der hiesigen Gebäude ist dem Verfall und dem Wüstensand preisgegeben. Einige Gebäude, wie das Vereinshaus mit der Turnhalle wurden rekonstruiert bzw erhalten. Es ist schon eigenartig, durch die verfallenden Häuser zu spazieren. Zwar wird am Eingang wegen eventueller Instabilitäten gewarnt, abgesperrt ist aber nichts, man kann sich vollkommen frei bewegen.[singlepic id=209 w=320 h=240 float=center]
Als wir genug gesehen hatten, fuhren wir weiter nach Lüderitz. Dieses Städtchen mit urdeutscher Vergangeheit verfügt zwar noch über eine Bismarck- und einge andere deutsche Straßen, sowie einige Gebäude mit deutschem Ursprung.[singlepic id=177 w=320 h=240 float=center] Dennoch sieht man hier sehr deutlich, dass man sich in Afrika befindet. Die erhofften Einkaufsmöglichkeiten erwiesen sich noch als wesentlich spärlicher als gestern in Keetmannshop. Das Angebot im einzigen (Spar-) Supermarkt war eher eingeschränkt. Unsere Brötchen mussten wir uns dann in einem Tante-Emma-Laden um die Ecke besorgen.
So richtig wohl und sicher fühlten wir uns nicht, obwohl die Menschen nett und hilfsbereit waren. Deshalb nahmen wir bald den Rückweg in Angriff. Die endlos lange gerade Straße, die uns heute morgen verdächtig schnell hergebracht hatte, zog sich auf dem Rückweg ziemlich in die Länge, was wohl auch damit zu tun hat, dass Lüderitz auf Meereshöhe liegt, unser Campingplatz in Aus aber auf 1400m Höhe. Man nimmt den Anstieg nicht wirklich war, nur das Auto schafft mit Mühe und Not 100-110km/h. Heute morgen hatten wir 140 und mehr erreicht.

Neben der Straße verläuft die im Wiederaufbau befindliche Eisenbahnstrecke Aus-Lüderitz. Ausgehend von Aus liegen schon ungefähr auf zwei Dritteln der Strecke neue Gleise.

Die größtenteils eintönige Strecke wurde ab und an durch eine Gruppe Strauße am Straßenrand aufgelockert. Bevor wir wieder auf den Campingplatz fuhren, machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Aus. Eine Tankstelle, die wir nutzten, eine Kirche, zwei einfache Hotels und ein sehr einfacher Laden und ein paar Wohn- und Farmgebäude, das war’s. An der Tankstelle herrschte gerade Hochbetrieb, da ein französisches Renault-Team gerade sein Ober-super-Riesen-Wüstenspezialfahrzeug auftanken ließ. Wir befürchteten schon, dass dabei die letzten Dieselvorräte draufgingen, aber es blieben noch 50l für uns übrig.[singlepic id=178 w=320 h=240 float=center]

Den Nachmittag vebrachten wir in aller Ruhe auf dem Campingplatz, gegen Abend unternahm ich noch eine kleine Wanderung zu einem nahegelegenen Ausichtsfelsen.

Auf dem Campingplatz befinden sich heute viele lautstarke südafrikanische Großfamilien, die herumbrüllen und stundenlang in ihren Zelten Staub saugen! Keine Vögel heute Abend – schade.

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