Porcupine Camp Kamanjab

[album=16,extend]Donnerstag 09.07.09

Angeblich – und es gab eindeutige Spuren, die darauf hindeuteten – war in der Nacht ein großer männlicher Elefant im Camp. Ungefähr 5 m neben unserem Stellplatz führten die tellergroßen Abdrücke über den Platz. Der Nachbar will ihn sogar gesehen haben….

Das Auschecken verlief etwas chaotisch, der junge Typ an der Kasse hatte keinen rechten Plan, er kassierte einfach ab, was ich ihm erzählte, da wir aber mehr als zufrieden mit unserem Aufenthalt hier waren, gab es keinen Grund zu schwindeln.

[singlepic id=323 w=320 h=240 float=left]Für heute war wieder eine kürzere Tagesetappe eingeplant – gut 120 km nach Kamanjab, dort ein kleiner Einkauf und dann in einem der dortigen Camps übernachten. Auf der Fahrt über den beeindruckenden Grootbergpass (ca 1500m) sahen wir in der Ferne ein paar Kudus und kurz vor Kamanjab stand auf einmal ein gewaltiger Giraffenbulle neben der Straße. In Kamajab dann die inzwischen gewohnten Straßenszenen: Himba und Hererofrauen wollen Zeug verkaufen und vermutlich gibt’s auch wieder Nussschnitzer…
Der Supermarkt war eine Baustelle, die wichtigsten Dinge bekamen wir trotzdem zu kaufen.
Unsere Wahl für die Übernachtung fiel dann spontan auf das Porcupine Camp, dass von zwei deutschstämmigen Frauen geführt werden sollte – nun ja, mal sehen.

Wenige Meter nachdem wir das Tor passiert hatten, standen zwei Giraffen neben uns, diesmal eine Kuh mit einem größeren Jungtier.

[singlepic id=326 w=320 h=240 float=right]Direkt an der Farm wurden wir von Katrin, der Hausherrin, einem Hund und zwei Straußen empfangen. Wir wurden erst einmal mit einem leckeren Getränk versorgt und unterhielten uns ein wenig. Dann bekamen wir den Campingplatz und die Sanitäranlagen (unter freiem Himmel) gezeigt. Alles sehr idyllisch. Dann hielten wir Mittagsruhe während die beiden Strauße um uns herum ganz friedlich die von den hier stehenden Bäumen herabgefallenen Beeren aufpickten.

[singlepic id=289 w=320 h=240 float=right]Am Nachmittag gingen wir zum Haupthaus, dort bekamen wir Kaffee und leckeren Aprikosenkuchen mit Schlagsahne serviert. Dabei lernten wir dann auch Antje, Katrins Tochter, kennen. Sie bot uns an, nach dem Kaffee mit uns und ihren beiden Pferden Talula und Nala eine Runde durchs Farmgelände zu spazieren, vielleicht würden wir ja noch ein paar anderenTieren begegnen.
Außer Vögeln begegneten wir zwar keinen wilden Tieren, trotzdem hatten wir viel Spaß und erfuhren viel über die Farm und ihre Bewohner. Die Pferde sind (noch) keine Reitpferde, Nala ist eine alte Pferdedame mit tragischer Vergangenheit, sie lässt niemanden außer Antje in ihre Nähe. Interessanterweise fasste sie nach einer Weile auch zu Tina Vertrauen und ließ sich problemlos von ihr führen. Außerdem begleitete uns noch ein Troß von 3-5 Hunden. Es war ein wunderschöner Spaziergang, der sich bis nach Einbruch der Dunkelheit hinzog.

Dann blieb uns ein knappes Stündchen zum Frischmachen, anschließend war Fütterung angesagt. Für uns gab es leckeres Kudu-Stroganoff, mit leckeren Salaten und einer Schokocreme als Nachtisch, dazu Glühwein und andere Getränke. Die Hauptattraktion war aber eine andere Fütterung, die der Stachelschweine.
Als erstes kam Klopfer, ein halbzahmes, von Hand aufgezogenes Tier. Sein Schmatzen lockte bald noch mehr seiner Artgenossen an. Auf dem Gelände leben ca. 20 Stachelschweine, alle mit individuellen Erkennungsmerkmalen und zum Teil auch Namen z.B. Alf und Einstein. Damit die Tiere nicht bei ihrer Futtersuche das gesamte Gelände ruinieren, werden sie jeden Abend mit 5-6 Eimern Futter versorgt. Kostenpunkt ca 500€/Monat…[singlepic id=290 w=320 h=240 float=center]

Später kam Klopfer dann sogar noch näher und holte sich sein altbackens Brot bei Antje aus der Hand. Tina und Elke probierten den Trick ebenfalls erfolgreich aus. Um die Tiere zu beruhigen und zu unserer Freude sang Antje immer wieder und begleitete sich dazu selbst auf der Gitarre. Später am Abend führte sie dann sogar ihr neues selbstgedichtes Porcupine-Camp-Lied auf: Sehr gelungen und romantisch. Es war ein wunderbar entspannter und interessanter Abend.

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2 Antworten auf „Porcupine Camp Kamanjab“

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