Vom Tafelberg nach Springbok

[album=7,extend]Dienstag 30.6.09

Der Wagen stand pünktlich vor der Tür und da das Trinkgeld offensichtlich angemessen war, hatten wir noch einen fleißigen und willigen Helfer beim Einladen. Unsere erste Etappe war kurz, reichlich 5 Kilometer waren es bis zur Talstation der Seilbahn auf den Tafelberg. [singlepic id=174 w=320 h=240 float=left]Die Sicht war klar und auch der Andrang hielt sich in Grenzen. Dann war auch noch Ferienbeginn in Südafrika, dass hieß alle Schulkinder fahren in Begleitung ihrer Eltern kostenlos. So sparten wir Tinas Seilbahnkosten. Die Seilbahnkabine war drehbar und dadurch hatten wir während der Fahrt einen großartigen Rundumblick auf den Gipfel, Kapstadt und die Umgebung. [singlepic id=165 w=320 h=240 float=right]Oben, in 1075m Höhe, war es recht windig. Wir unternahmen den kleinstmöglichen Rundgang, genossen die Aussicht, kauften ein paar Souvenirs und fuhren wieder zu Tal.
Nun war noch ein Lebensmittelgroßeinkauf und die Aufstockung der Bargeldvorräte geplant. Zu diesem Zweck steuerten wir ein großes Einkaufszentrum am Stadtrand an. Auf der Bank standen furchtbare Schlangen, so dass wir, statt unsere Bargeldbestände umzutauschen doch lieber auf die Geldautomaten zurückgriffen. Der Einkauf war schnell erledigt, dann ging es auf die Piste. 550 km waren zu bewältigen.
Die Autobahn führte durch endlose Aussenbezirke von Kapstadt, vorbei an Wellblechsiedlungen in die unendlichen Weiten der Steppenlandschaft der Kapregion, immer geradeaus nach Norden. Schließlich wurde aus der Autobahn eine Schnell- und irgendwann eine normale Straße. So wurde es immer schwieriger, die langsamen LKWs zu überholen, denn besonders spurtstark war unser Campmobil nun nicht gerade. Diese Situation besserte sich erst viel später, als der Verkehr mehr und mehr ausdünnte und die Straße oft über Abschnitte von 10 und mehr Kilometern zu überblicken war.

An einem Stausee machten wir eine kurze Mittagsrast und beobachteten dabei neugierig gelbe unbekannte aber ebenfalls neugierige Vögel.[singlepic id=166 w=320 h=240 float=center]

Gegen 17 Uhr erreichten wir endlich unser Tagesziel Springbok. Im hiesigen Caravanpark durften wir uns für 150 Rand einen Stellplatz aussuchen. Dann bauten wir zum ersten Mal unsere Dachzelte auf und bereiteten uns ein schnelles Abendbrot zu. Dabei mussten wir feststellen, dass der mitgelieferte Kocher leider eine „Krücke“ und somit nicht zu gebrauchen war. Hundemüde fielen wir in unsere Schlafsäcke. Allerdings wehte ein heftiger Wind, der die Schutzplanen unserer Zelte immer wieder aneinanderdonnerte, so dass an einen geregelten Schlaf nicht zu denken war. Um Mitternacht reichte es uns dann, mit Wäscheklammern und Stricken befestigten wir die losen Planenenden notdürftig. Nicht dass die Aktion besonders viel gebracht hätte, aber die zusätzliche körperliche Betätigung half offensichtlich gegen alle Einschlafprobleme.

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