Cleveland

Mittwoch 08.09.93

Heute fuhren wir am Ufer des Erie-Sees entlang in westliche Richtung. Dabei durchquerten wir innerhalb einer knappen Stunde den Bundestaat Pennsylvania und kamen anschließend nach Ohio, dem ersten Staat auf unserer Strecke in dem die Höchstgeschwindigkeit auf Highways 65 Meilen pro Stunde (104 km/h) beträgt, im Gegensatz zu 55 (88 km/h) in New York und Pennsylvania.[singlepic id=109 w= h= float=right]

Gegen Mittag erreichten wir Cleveland und hatten knapp zwei Stunden Zeit uns umzusehen. So wie Cleveland muß man sich wohl eine normale amerikanische Großstadt vorstellen. Viele [singlepic id=110 w= h= float=left]Leute, schick gekleidet, hetzen durch die Straßen, essen eine Kleinigkeit bei Mc Donalds und Co. Ansonsten gibt es für den Touristen auf Durchreise wenig mehr zu sehen, als die Mall -ein hübscher gläserner Konsumtempel- und ein paar moderne Gebäude, von teilweise beachtlicher Höhe, im Stadtzentrum.

Weiter führte unsere Fahrt durch endlose amerikanische Kleinstädte, die wie aus einem Bilderbuch oder einem Hollywoodfilm aussahen. In Cedar Point bei Sandusky versuchten wir, den dortigen Vergnügungspark zu besuchen, der unter anderem die höchste, die schnellste und auch längste Achterbahn der Welt besitzen, sowie auch noch weitere verrückte Attraktionen aufweisen soll. Doch leider ist der ab dem Labour Day (erster Montag im September), also vorgestern, nur noch an Wochenenden geöffnet.[singlepic id=144 w= h= float=right]

In Sandusky kauften wir ein und fanden am Stadtrand einen Zeltplatz, der sich im Komfort zwar nicht mit den Vorhergegangenen messen konnte, der aber schön am Ufer des Erie-Sees gelegen war.

Nachdem die Zelte standen, fuhren Bart und ich noch einmal zur Zeltplatzleitung um etwas Holz für ein Lagerfeuer am Abend zu kaufen. Da sich der Campingplatz in einem Naturpark befindet, darf das Holz, das so rumsteht und -liegt nämlich für so schnöde Zwecke nicht mißbraucht werden. Da der Holzverantwortliche aber gerade Urlaub hatte, wurden wir zur nächsten Tankstelle in der Stadt geschickt. Dort war das Gewünschte auch vorrätig und wir kauften zwei Bund davon. Für ungefähr 4 kg Feuerholz bezahlten wir 5.98 $ (reichlich 10 DM).

Am abendlichen Lagerfeuer erhielten wir dann noch Besuch. Ab und zu raschelte es im Uferdickicht und aus Richtung der Zelte. Und dann entdeckte auch jemand die Verursacher der Geräusche. Es waren Stinktiere. Trotz ihres häßlichen Namens sehen sie ganz possierlich aus. Zum Glück hinterließen sie keine Geruchsproben.