Die Black Hills

Dienstag 14.09.93

Die vergangene Nacht war noch kälter als die vorherige, am Morgen waren die Zelte mit einer dicken Eisschicht bedeckt.

Über Rapid City fuhren wir zum Mount Rushmore, den vier in den Fels gemeißelten Präsidentenköpfen. Die hier verewigten Präsidenten sind:[singlepic id=135 w= h= float=right]

George Washington als Vater der amerikanischen Nation,

Thomas Jefferson als geistiger Vater der amerikanischen Verfassung,

Abraham Lincoln als Einiger der Nation und Sklavenbefreier sowie

Theodore Roosevelt als Wahrer öffentlichen Interesses.

Ihre Gestalten wurden unter Leitung des Bildhauers Gutson Borglum aus dem Felsen herausgeschlagen. Er begann seine Arbeit 1927 im Alter von 60 Jahren. Als er 1941 starb, waren die vollen Büsten noch nicht fertig und so blieb dieses Monument eigentlich unvollendet. Dennoch sind die Ausmaße der Gesichter beeindruckend. Die Nasen sind 6 m lang, ein Gesicht ist 18 m hoch.

[singlepic id=113 w= h= float=left]Da die Indianer sich durch diese riesigen Köpfe stark benachteiligt fühlten, gaben sie 1939 durch ihren Häuptling Standing Bear bei dem polnischen Bildhauer Korczak Ziolkowski eine Skulptur ihres großen Häuptlings Crazy Horse in Auftrag. Die geplante Skulptur sollte eine Höhe von 169 m haben und damit Mount Rushmore weit in den Schatten stellen. 1982 verstarb der Bildhauer, seine Nachfahren versuchen jetzt das Projekt auf Spendenbasis weiterzuführen. Viel mehr als die Umrisse sieht man bis heute nicht. Lediglich ein Modell im Maßstab 1:34 ist, neben einer Präsentation zu Leben und Werk Ziolkowskis, ausgestellt.

Die Black Hills , das Gebirge in dem alle diese Sehenswürdigkeiten liegen, sind ein wunderbares Urlaubsgebiet, grüne Wälder, klare Seen, hohe Berge. Leider ist alles ein wenig zu perfekt erschlossen.

Unsere nächste Station war der Wind Cave National Park. Dort besuchten wir eine der größten Höhlen der USA. Ihren Namen hat die Höhle von dem insbesondere bei Luftdruckveränderungen aus der Höhle wehenden Wind. Der Parkranger, der uns durch die Höhle führte, fiel durch seinen gepflegten, gut verständlichen Akzent auf.

Anschließend fuhren wir in den Custer State Park. Dort gab es Büffel -schon nichts besonderes mehr- und eine Präriehundsiedlung zu sehen.

Auf der Weiterfahrt durch den Park mit seiner wundervollen Landschaft wurde die Strecke sehr kurvenreich und es ging über ziemlich hohe Bergketten. Am Ende kamen wir wieder am Mount Rushmore heraus. Dann fuhren wir in die alte Goldgräberstadt Deadwood. Aber auch hier war die Saison im wesentlichen schon zu Ende. Da es aber schon ziemlich spät war, beschlossen wir unsere heutige Tagesetappe hier abzubrechen und den hiesigen Campingplatz zu testen.