Grand Teton National Park

Sonnabend 18.09.93

Ausgeschlafen traten wir um 8.30 Uhr die Weiterfahrt an. Durch den Südausgang verließen wir den Yellowstone Nationalpark und fuhren gleichzeitig in den Grand Teton Nationalpark ein. Aus der Hochebene auf der wir uns befanden, ragte eine Hochgebirgskette bis weit in die Wolken. Der Anblick war wunderschön. Im Colter Bay Visitor Center sahen wir uns eine Indianerausstellung an. Außerdem mußten wir irgendwann einmal an ein paar Mitbringsel denken, der Souvenirshop bot uns die Möglichkeit dazu. Am Jenny Lake wollten wir in der dortigen Lodge zu Mittag essen und warteten vorm prasselnden Kamin eine halbe Stunde bis das Restaurant öffnete, um dann zu erfahren, daß alle Plätze reserviert seien. Der wahre Grund dürften fehlende Smokings bzw. lange Kleider gewesen sein, der größte Teil der anderen Gäste war entsprechend gekleidet. Also fuhren wir zurück zur Jackson Lake Lodge, wo wir mit der typischen amerikanischen Gastfreundlichkeit bewirtet wurden. Die uns inzwischen schon bekannte Straße führte uns wieder zum Jenny Lake.[singlepic id=146 w= h= float=right]
Dort nutzten wir die Fähre um auf die andere Seite zu gelangen. Da beginnt ein gewiß sehr reizvoller Hochgebirgswanderweg in den Cascade Canyon. Wegen der uns nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit probierten wir nur ein Teilstück aus. Neben unzähligen Touristen begegneten uns auch viele Murmeltiere. Diejenigen aus unserer Gruppe, die einen etwas schnelleren Schritt vorlegten, hatten in großer Entfernung einen Bären gesehen. Einsetzender Nieselregen bewegte uns zur Umkehr.

An der Fähre reihten wir uns geduldig in die Warteschlange ein und hatten Pech, wenige Leute vor uns war sie restlos überladen. Nach zwanzig Minuten kam schon die Nächste auf der wir dafür aber die besten Plätze hatten.

Bart hatte die Zeit unserer Wanderung für ein ausgedehntes Mittagsschläfchen genutzt. Jetzt fuhr er uns an den Rand des Nationalparks nach Jackson, wo wir im örtlichen Supermarkt unsere Einkäufe tätigten und auf dem Parkplatz einen echten Pink Cadillac bestaunen konnten. Dann erwartete uns eine Überraschung, der von uns anvisierte Zeltplatz hatte seine Pforten schon geschlossen. Zum Glück gab es am Stadtrand einen Weiteren der allerdings weniger komfortabel und sehr voll war. Außer uns waren noch 7 ähnliche Reisegruppen des gleichen Unternehmens und der Konkurrenz anwesend. Entsprechend laut waren der Abend und die Nacht.