3. Juni – Cedar Point

USA 11 Tag 3

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19 Fotos

Für heute war ein gemeinsamer Ausflug mit Tinas Gasteltern nach Cedar Point geplant. Cedar Point ist ein riesiger Vergnügungspark am Ufer des Erie-Sees in der Nähe von Sandusky/Ohio.

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vorm Raptor 2 Nach erstaunlich langer, aber kurzweiliger Fahrt stellten wir unser Auto auf dem riesigen Parkplatz ab und gingen zum Eingang.

Gleich nach der Kasse wurde das obligatorische Foto geschossen und unmittelbar danach standen wir vorm Raptor, einer der attraktivsten und gruseligsten Achterbahnen des Parks. Ehe ich mich versah, standen alle Mann in der Schlange und ich mit den Taschen draußen. Ich war leicht überrascht, denn ich hatte erwartet, das Elke und Tracy zumindest etwas zögern würden…
Raptor Na gut, also wartete ich eine Stunde und beobachtete die Schlange und die Leute, die aus der Bahn stiegen. Insgesamt bereute ich meine Entscheidung, nicht mitzufahren, kein bisschen, ich bin wohl zu alt für so etwas.

Als nächstes fuhren wir alle Bluestreak gemeinsam den Bluestreak, eine etwas herkömmlichere, kleine und sauschnelle Holzachterbahn. Ein Problem mit unseren Taschen hatten wir dabei auch nicht, den am Einstieg existiert für jeden der beiden Züge auf der Strecke eine Box, in die alle Taschen, Kameras usw. gelegt werden und die vom Personal während der Fahrt verschlossen wird. Diese Bahn war schon eher nach meinem Geschmack. Anschließend ließen sich Tina und Jerimy auf Calypso-Twister durchwirbeln.
Calypso Nächste Bahn war der Iron Dragon – spannend anzusehen, aber auch für empfindlichere Naturen kein Problem.

Anschließend machten wir an einer Imbissbude Mittagspause.

Mean Streak I Während Tina und Jerimy sich an der gewaltigen Millenium Force anstellten, fuhren wir anderen ein Stückchen mit derParkeisenbahn, die hier “Cedar Point and Lake Erie Railroad” heißt, bis zur gigantischen Holzachterbahn Mean Streak, wo Tracy mich überredete mit ihr zu fahren. Diese Bahn stellt für mich so ungefähr das Maximum des Fahrbaren dar. Wenn man beobachtet, wie sich die Balken an manchen Stellen biegen, wenn eine Bahn darüberdonnert, kann einem schon Angst und Bange werden. Unterwegs gab es an einer Stelle auch einen derart heftigen Stoß, dass ich dachte, die Bahn fliegt aus der Kurve – und nicht nur mir ging es so. Da aber bis heute noch kein Unfall auf dieser Bahn gemeldet wurde, gehört das wohl zum Programm.

Durch verschiedene Schau- und Verkaufsbuden bummelten wir zurück zum Treffpunkt, den wir mit den beiden mutigen Achterbahnpiloten ausgemacht hatten. Mantis I Die waren schon da und labten sich an einem gewaltigen bunten und klebrigen Eiskristall. Den übernahmen wir dann, damit sie sich an er nächsten verrückten Bahn anstellen konnten: Mantis- diese Bahn fährt man stehend. Wir sahen uns inzwischen noch ein wenig auf dem Markt um.

Hier entdeckten wir einen Fotografen, bei dem man sich in historischen Kostümen fotografieren lassen konnte.
Als unsere beiden mutigen Achterbahntester wieder zurück waren, ließen wir uns hier im Stil einer Western-Kneipe gemeinsam fotografieren.

Top Thrill Dragster (links) Dann fuhr Tina mit ihren Gasteltern noch die „Korkenzieher“-Achterbahn und anschließend stellte sie sich mit Jerimy am Top Thrill Dragster an. Hier wird ein Zug in Sekundenbruchteilen auf über 100kn/h beschleunigt, schießt dann ungefähr 100m senkrecht in die Höhe und unmittelbar darauf wieder senkrecht nach unten.

Wir sahen uns den Spaß von der Tribüne aus an. Am schönsten waren die von der Beschleunigung grotesk verzerrten Gesichter der Fahrgäste.

Anschließend fuhren Tina und Jerimy am Tower of Power in die Höhe. Der Rückweg erfolgte dabei aber nicht, wie wir es von anderswo kannten, im nahezu freien Fall, sondern eher gemütlich. Da hätte sogar ich mitfahren können.

Zum Abschluss gaben Tracy und Jerimy noch ein Elefantenohr aus, eine süße Jahrmarktsspezialität in Amerika, bevor wir uns in die letzte Bahn, Gemini, setzten. Üblicherweise fahren hier immer zwei Wagen um die Wette, da es aber schon etwas später am Abend war und der Andrang nahe Null lag, verkehrte nur noch ein Wagen und das geplante Wettrennen musste ausfallen. Aber auch so war die Fahrt, zumindest für mich, rasant genug.

Dann bummelten wir langsam in Richtung Ausgang, die letzten Meter fuhren wir noch mit der Schwebebahn. Seilbahn und Sonnenuntergang

Am Ausgang holten wir noch unser Foto vom Betreten des Parks ab, durchstreiften die Souvenirläden und machten uns dann auf die zweistündige Heimfahrt. Da es mittlerweile stockdunkel war, gab es unterwegs nicht allzuviel zu entdecken.

In Toledo gerieten wir noch in eine großangelegte Polizeikontrolle, diese wurde schon einige Meilen vorher mit großen Leuchttafeln angekündigt und selbst als wir dann in der Schlange standen, hätte jeder, der aus irgendeinem Grund die Kontrolle fürchten muss, noch mehrere Chancen gehabt auszuweichen. Uns kostete der Spaß lediglich 15 Minuten Wartezeit. Als wir endlich an der Reihe waren und der Officer uns über Sinn und Zweck der Kontrolle aufgeklärt hatte (es ging hauptsächlich um den technischen Zustand der Fahrzeuge, aber auch um Alkohol am Steuer) und ich ihm meinen Führerschein reichte, begann er unvermittelt einen Freudentanz „My first German! – Look, here is a German license“ (Mein erster Deutscher – Schaut her, ein deutscher Führerschein!) Er war ganz aus dem Häuschen über den internationalen Besuch und sagte dann noch auf deutsch: „Auf Wiedersehen“.

Kurz nach der Kontrolle sahen wir noch die schön beleuchtete Skyway Bridge, die in Toledo über den Maumee River führt. Von den folgenden ländlichen Gebieten in Ohio und Michigan war dann wieder nicht viel zu sehen, erst als am Horizont die  riesigen Silos der Mühle von Ida auftauchten, wussten wir, dass wir gleich da sind.

Zu Hause waren inzwischen weitere Besucher eingtroffen, wir saßen noch ein wenig zusammen und schwatzten, stellten aber bald fest, dass wir ziemlich müde waren und verzogen uns in die Betten.

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