8. Juni – Chicago

USA 11 Tag 8

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Vorortzug Aufstehen war um 7 Uhr, dann wurde zügig gefrühstückt und abmarschbereit gemacht. Geplante Zugabfahrt war um 8.53 Uhr. Vorher mussten wir noch unseren Stellplatz für eine Nacht verlängern, dummerweise öffnete der Schalter erst um 9.30 Uhr. Also klingelten wir die diensthabende Rangerin aus ihrer Hütte und erledigten den Papierkram bei ihr, ganz nett und ohne Murren von wegen außerhalb der Öffnungszeiten oder so etwas.

Der Zug hatte dann 15 Minuten Verspätung, bezahlt wurde beim Schaffner, einem Witzbold, der seinen Job, die Leute bei Laune zu halten, gut erledigte. So sang der ganze Wagen z.B. ein Ständchen für Sheryll, eine Passagierin, die offensichtlich heute Geburtstag hatte.

Die Fahrt führte entlang des Ufers des Lake Michigan. Schöne, reizvolle Dünen- und Sumpflandschaft wechselte sich mit Kraftwerken und einem gigantischen Stahlwerk (Arcelor Mital) ab.

Je näher wir Chicago kamen, desto voller wurde der Zug. Nach 90 Minuten Fahrt erreichten wir schließlich das Stadtzentrum, wo unser Zug am Millenium Park endete.

In den Straßen von Chicago Eigentlich wird Chicago als „Windy City“ (windige Stadt) bezeichnet, wegen des ständig vom Michigansee wehenden Windes. Davon war heute nichts zu spüren. Als wir aus der Kühle des Bahnhofes traten, wurden wir von der Wärme draußen fast erschlagen.

Wir bummelten zuerst die Michigan Avenue zum Fluss. Anschließend ging es durch den wunderschönen Lake Shore East Park in Richtung Seeufer. Zum Glück verfügte der Park über zahlreiche Trinkwasserspender und Springbrunnen. Beide erleichterten uns den Marsch erheblich.
An einem Kiosk gab es dann eine größere Erfrischung, bevor wir am Ufer entlang zum Navy Pier marschierten.
Auch hier wurde unterwegs an nahezu jedem Trinkwasserspender ein kurzer Stopp eingelegt.
Erfrischung Dieses Vergnügungs- und Shoppingviertel befindet sich, wie der Name schon sagt, auf einem Pier im Michigansee. Sein Wahrzeichen ist das große Riesenrad. Hauptanziehungspunkt heute für uns: die klimatisierten Verkaufsräume.
Bei McDonalds gönnten wir uns einen kleinen Imbiss und versuchten, uns etwas auszuruhen, was aber auf Grund der Massen an schreienden und tobenden Kindern nicht von großem Erfolg gekrönt war.
In den Läden gab es den üblichen Plunder und Ramsch, lediglich die Sicht von hier auf die Stadtsilhouette war wirklich lohnend. Ferris Wheel
Ein kostenloser Shuttlebus brachte uns zurück zur Michigan Avenue, von wo wir zurück zum Millenium Park liefen, zwischendurch jeden möglichen Laden zwecks Abkühlung betretend.
Nahe der Station Millenium Park befindet sich das Chicago Culture Centre, eine Art Ausstellungshalle mit Fremdenverkehrsbüro und ein paar Einkaufsmöglichkeiten.
Cloud Gate Größtes Highlight hier für uns: ein kostenloser und schneller Internetzugang. So konnten wir wenigstens unsere Urlaubspost erledigen, Tina meldete sich bei ihren Gasteltern und etwas Ruhe und Erholung fanden wir auch.
Eigentlich waren wir so geschafft, dass wir zurück auf den Campingplatz fahren wollten. Da aber quasi vor der Tür der Millenium Park lag, beschlossen wir, diesem doch noch einen kurzen Besuch abzustatten.
Highlight des Parks war für uns die Skulptur „Cloud Gate“(Wolkentor), die mit ihrer Größe von ungefähr 20 m Seitenlänge und einer Höhe von etwa 10 m alle Blicke auf sich zieht. Wie ein erstarrter Quecksilbertropfen liegt sie auf einer Fläche im Park und spiegelt ihre Umgebung, also Wolkenkratzer und den blauen Himmel, sowie die unzähligen Besucher rundherum, wider.

Im Park fand gerade ein Open Air Festival statt und auf der Bühne probte eine Band ziemlich laut. Trotzdem gefiel es uns hier im Park ausgezeichnet und wir verbrachten noch eine gute Stunde hier. Dazu trugen auch die riesigen Springbrunnen mit ihren veränderlichen Bilderwänden und dem herrlich kühlen Wasser bei.
Schließlich schleppten wir uns zum Bahnhof und fielen total erschöpft in den Zug, wo wir dann wieder 90 Minuten Zeit hatten, uns etwas zu erholen, damit wir den 10-minütigen Fußmarsch zum Campingplatz auch noch hinter uns bringen konnten.

Panorama

 

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